Können Sie sich kurz vorstellen und uns etwas über Ihren bisherigen beruflichen Werdegang erzählen?
Ich komme ursprünglich aus einer kleinen Stadt in Niederbayern. Zum Studium hat es mich dann in die nächste niederbayerische Kleinstadt verschlagen – nach Passau. Erst mit dem Referendariat bin ich nach München gezogen und habe dort das Großstadtleben zum ersten Mal richtig kennengelernt. Nach dem zweiten Examen habe ich mir bewusst eine größere Auszeit genommen: Ich habe als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Großkanzleien gearbeitet, mir den lang gehegten Traum einer sechsmonatigen Reise erfüllt und anschließend ein Jahr in Südafrika verbracht, um dort meinen LL.M. zu absolvieren – eine Zeit, die mich fachlich, aber vor allem persönlich, sehr geprägt hat. Jura liegt bei uns in der Familie, ich bin also quasi damit aufgewachsen. Schon früh war mir daher klar, dass ich diese Familientradition gerne fortführen möchte.
In meiner Freizeit bin ich viel in Bewegung – ob Tennis, Padel oder Laufen, Hauptsache an die frische Luft und den Kopf frei bekommen. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit Freunden und Familie oder plane die nächste Reise. Typisch für meine bayerischen Wurzeln findet man mich außerdem zuverlässig auf dem Oktoberfest, dem Frühlingsfest oder jeder anderen Gelegenheit, bei der man seine Tracht ausführen kann.
Welche Kriterien waren für Sie bei der Auswahl der richtigen Kanzlei besonders entscheidend?
Bei meinem Berufseinstieg war ich ehrlich gesagt zunächst etwas überfordert von den vielen Möglichkeiten. Ich wollte mir bewusst alle Türen offenhalten – sowohl in Richtung Großkanzlei als auch Boutique bzw. Mittelstand. Fachlich war für mich relativ schnell klar, dass ich im Bereich M&A/Gesellschaftsrecht arbeiten möchte, also habe ich in diesem Umfeld viele Gespräche geführt.
Aus meinen vorherigen Stationen wusste ich aber, dass mir vor allem das Arbeitsklima und die gelebte Kanzleikultur wichtig sind. Ich bin ein sehr offener Mensch und schätze ein Umfeld, in dem man sich persönlich kennenlernen kann und echte Beziehungen zu Kolleg:innen entstehen. Ein angenehmes Miteinander, flache Hierarchien und die Bereitschaft von Partnerseite, aktiv zu unterstützen, waren für mich zentrale Kriterien. Nachdem ich mehrere Gespräche mit Associates aus Großkanzleien geführt hatte, wurde mir ziemlich schnell klar, was ich für mich nicht möchte: überlange Arbeitszeiten und das Gefühl, für Freunde, Familie und mein Privatleben kaum noch Raum zu haben. Ich arbeite gerne und mit viel Engagement, aber mein Job und Jura sollten für mich nie der alleinige Lebensmittelpunkt werden. Mir war deshalb wichtig, eine Kanzlei zu finden, in der Leistung und ein erfülltes Leben außerhalb des Jobs nebeneinander möglich sind.
Was war für Sie – auch mit Blick auf Ihre vorherigen beruflichen Stationen – die größte Umstellung beim Einstieg in den Kanzleialltag als Rechtsanwältin?
Die größte Umstellung beim Einstieg in den Kanzleialltag war für mich eindeutig die deutlich stärkere Verantwortung. Plötzlich selbst Ansprechpartnerin für Mandant:/innen zu sein und direkten Mandantenkontakt zu haben, war anfangs natürlich eine große Veränderung – aber eine, die bei honert von Anfang an aktiv gefördert wird. Das motiviert unglaublich und macht den Beruf für mich auch so spannend, weil man schnell merkt, dass die eigene Arbeit wirklich einen Unterschied macht.
Eine weitere große Umstellung war für mich auch die Rückkehr zur klassischen Fünf-Tage-Woche. Nach dem doch sehr flexiblen Studenten- und LL.M.-Alltag musste ich mich erst wieder an einen festen Rhythmus gewöhnen. Die erste Woche im Job fühlte sich für mich an wie eine halbe Ewigkeit. Mit der Zeit wurde das aber auch sehr schnell besser – und gerade durch die abwechslungsreiche Arbeit und netten Kolleg:innen geht die Woche oft schneller vorbei, als man denkt.
Wie sah Ihr Arbeitsalltag in den ersten Monaten nach Ihrem Einstieg bei honert aus – und wie hat die Kanzlei Sie als neue Associate dabei konkret unterstützt?
Schon an meinem ersten Tag wurde ich in der Kanzlei unglaublich herzlich aufgenommen. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde ging es direkt weiter mit einem strukturierten Onboarding: Ein Associate hat sich Zeit genommen, mir alles ausführlich zu erklären – von internen Abläufen bis zu den wichtigsten Tools und Ansprechpersonen. Zusätzlich gibt es bei honert ein Tutorenprogramm, sodass ich bereits in meiner ersten Woche meinen Partner-Tutor, Patrick Spalek, kennengelernt habe, der mir den Einstieg fachlich wie persönlich sehr erleichtert hat.
Inhaltlich wurde ich von Anfang an intensiv in die Mandatsarbeit eingebunden. In den ersten Wochen habe ich bereits meine erste Due Diligence mitbearbeitet, Vertragsentwürfe vorbereitet und Recherchen übernommen. Gleichzeitig hatte ich schnell direkten Kontakt zu Mandanten – per E-Mail, aber auch in ersten Calls. Besonders erleichtert hat mir den Einstieg die offene Atmosphäre im Team. Von den Associates kam direkt der Satz: „Komm bei Fragen immer gerne vorbei!“ – und genauso wurde es auch gelebt. Auch die Partner haben aktiv den Kontakt gesucht. Dieses unkomplizierte Miteinander hat mir viel Sicherheit gegeben und mir ermöglicht, schnell Verantwortung zu übernehmen.
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Welche Rolle spielten Mentor:innen, Partner:innen oder erfahrene Kolleg:innen in Ihrer Anfangszeit? Wie ist das Mentoring bei honert konkret ausgestaltet?
Von Anfang an wurde ich bei honert wirklich gut aufgefangen – und zwar aus allen Richtungen. Gerade von Partnerseite wurde mir sehr deutlich signalisiert, dass ich jederzeit mit Fragen vorbeikommen kann. Da ich wirklich bei null gestartet bin, haben sich die Partner auch bewusst Zeit genommen, mir die Grundlagen zu erklären – zum Beispiel den Aufbau von M&A-Verträgen oder eines DD-Reports. Diese Bereitschaft, Wissen zu teilen und aktiv auszubilden, hat mir den Einstieg enorm erleichtert.
Aber auch die Associates spielen eine große Rolle: Hier gibt es keine Ellbogen-Mentalität, im Gegenteil. Man unterstützt sich gegenseitig, hilft sich bei Fragen und zieht gemeinsam Projekte durch. Ich habe sowohl von Partner- als auch von Associate-Ebene unglaublich viel gelernt – und genau das macht für mich gute Betreuung aus: Zeit, Offenheit und echtes Interesse daran, Berufseinsteiger:innen weiterzubringen.
Wie unterstützt honert die Mentor:innen dabei, ein erfolgsversprechendes Mentoring zu gewährleisten?
Bei honert gibt es im klassischen Sinne kein Mentorenprogramm, sondern bewusst ein Tutorenmodell. Der Gedanke dahinter: Nicht nur eine einzelne Person soll die Entwicklung eines Berufseinsteigers prägen, sondern das gesamte Partnerteam. Man soll von allen Partner:innen lernen können – fachlich, methodisch und im Umgang mit Mandanten. Dieser breite Zugang ist wirklich wertvoll, weil man so unterschiedliche Arbeits- und Denkweisen mitbekommt.
Trotzdem spielt der Tutor gerade in den ersten Monaten eine wichtige Rolle. Man wird an die Hand genommen, bekommt Struktur, erste Feedbackgespräche und natürlich jemanden, der ganz konkret ansprechbar ist, wenn man noch am Anfang steht. Ich habe mit meinem Tutor Patrick von Anfang an eng zusammengearbeitet – und das war für mich ein großer Glücksfall. Er hat mir immer geduldig alles erklärt, mir viele praktische Einblicke gegeben und mir das Gefühl vermittelt, dass keine Frage „zu klein“ ist. Die Zusammenarbeit macht einfach Spaß, weil sie sowohl fachlich als auch menschlich super funktioniert. Auch in unseren Feedbackgesprächen hat Patrick sich immer bemüht, mir ein umfassendes Bild zu geben. Er hat dafür auch die anderen Partner:innen, mit denen ich gearbeitet habe, aktiv nach ihren Eindrücken gefragt. Ich hatte außerdem immer das Gefühl, dass er mein eigenes Feedback wirklich ernst nimmt – er wollte verstehen, wie ich arbeite, was mir wichtig ist und was ich für meine Entwicklung brauche.
Wie haben Sie die Feedback- und Fehlerkultur bei honert erlebt?
Die Feedbackkultur bei honert habe ich von Anfang an als sehr positiv erlebt. Gerade in den ersten Monaten achten alle Partner:innen darauf, zeitnah und klar Rückmeldung zu den Aufgaben zu geben – und das hilft enorm beim Reinfinden. Auch bei Rückfragen bin ich bisher immer auf ein offenes Ohr gestoßen. Selbst wenn es mal stressig ist und nicht sofort Feedback kommt, hatte ich immer das Gefühl, dass ich aktiv nachfragen darf und dass das ausdrücklich gewünscht ist. Ich finde außerdem, dass die Partner:innen bei honert eine sehr angenehme Art haben, auch kritische Punkte anzusprechen. Es wirkte nie unangenehm oder belehrend, sondern immer darauf ausgerichtet, meinen Lernprozess zu unterstützen.
Was ich bei honert sehr schätze, ist, dass mir nie das Gefühl gegeben wurde nur „einer von vielen“ zu sein, wie ich es oft in meinen Stationen bei Großkanzleien erlebt habe. Die Partner nehmen sich Zeit, interessieren sich für mich als Person und begleiten meine Entwicklung sehr bewusst.
Wie sind Sie mit Arbeitsbelastung, Zeitdruck und der neuen Verantwortung umgegangen?
Am Anfang hatte ich großen Respekt vor dem Berufseinstieg – vor allem vor der Arbeitsbelastung und der neuen Verantwortung. Diese Sorge hat sich aber ziemlich schnell gelegt, weil honert und insbesondere meine Kolleg:innen mir den Einstieg unglaublich erleichtert haben. Durch das nicht nur kollegiale, sondern fast schon freundschaftliche Miteinander fühlt sich jeder große Schritt plötzlich gar nicht mehr so groß an. Außerdem habe ich deutlich gemerkt, dass es den Partner:innen wirklich ein Anliegen ist, dass ich mich wohlfühle und nicht überarbeitet bin. Es wurde immer darauf geachtet, dass mein Schreibtisch nicht überquillt und dass ich rechtzeitig nach Hause komme. Dieses Vertrauen und diese Rücksicht haben mir geholfen, meinen eigenen Rhythmus zu finden und mit der Verantwortung gut umzugehen. Mit der Zeit habe ich mir natürlich auch ein paar Strategien angeeignet: Prioritäten klar zu setzen, Aufgaben zu strukturieren und sich auch mal Fehler eingestehen. Außerdem habe ich gemerkt, dass eine offene Kommunikation mit den Partner:innen wirklich das A und O ist. Wenn man Deadlines und Prioritäten klar abstimmt, hilft das allen Beteiligten, effizient zu arbeiten und Missverständnisse zu vermeiden.
Wie haben sich Ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten in den ersten Monaten seit Ihrem Einstieg bei honert entwickelt?
Was mich bei honert wirklich begeistert, ist, dass man nicht irgendwo im Hinterzimmer verschwindet, sondern von Tag eins an eng in echte Projekte eingebunden wird. Man bekommt früh Einblicke, trägt Verantwortung und tritt auch schnell gegenüber Mandanten auf. Rückblickend war meine Lernkurve in den ersten sechs Monaten wirklich extrem steil. Mittlerweile durfte ich sogar komplette Prozesse eigenständig betreuen und war zum Teil die erste Ansprechperson unter den Associates für Mandanten. Einige Projekte habe ich sogar nur zusammen mit einem Partner durchgeführt – ohne „Zwischenstation“ über andere Associates. Das hat mir gezeigt, wie viel Vertrauen mir von Partnerebene entgegengebracht wird, und genau dieses Vertrauen macht die Arbeit noch motivierender.
Für Berufseinsteiger:innen kann ich daher nur sagen: Bei honert hat man sehr schnell die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Wer sich – so wie ich – in der Kultur oder dem Arbeitsrhythmus einer Großkanzlei nicht richtig zuhause fühlt, ist in einer Boutique-Kanzlei wie honert hervorragend aufgehoben. Rückblickend war die Entscheidung gegen den klassischen Großkanzlei-Weg genau richtig für mich. honert bietet genau das Umfeld, das zu meinen Vorstellungen und zu meiner Persönlichkeit passt und ich bin auch nach einem halben Jahr immer noch überglücklich mit meiner Entscheidung.
Welche drei Tipps würden Sie angehenden Berufseinsteiger:innen für den Start in einer Kanzlei mit auf den Weg geben?
Offen kommunizieren – immer und frühzeitig
Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst, und sprich Deadlines oder Prioritäten lieber einmal zu viel als zu wenig ab. Partner:innen und Kolleg:innen schätzen das, und du ersparst dir selbst viel Stress. Ich habe gemerkt: Offene Kommunikation ist wirklich der halbe Erfolg.
Keine Angst vor Verantwortung
Trau dich, Aufgaben aktiv zu übernehmen – auch wenn sie dir am Anfang groß erscheinen. Man wächst bei honert unglaublich schnell rein, und oft kann man viel mehr, als man sich selbst zutraut. Rückblickend hätte ich manches sogar noch früher selbstständiger angepackt.
Bleib gelassen und vor allem: bleib du selbst!
Gerade zu Beginn nimmt man vieles unglaublich ernst und will alles richtig machen. Doch niemand erwartet, dass du perfekt bist. Fehler, Rückfragen und Unsicherheiten gehören dazu. Und es hilft enorm, wenn man sich nicht verstellt, sondern so auftritt, wie man ist. Mit etwas Abstand merkt man: Engagement ist wichtig – aber genauso wichtig ist es, ruhig zu bleiben und authentisch seinen Weg zu gehen.
Vielen Dank für das Interview und die Zeit, Frau Wackerbauer!
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