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LL.M. – Ratgeber

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Warum sich ein LL.M. im Ausland lohnt

Ein LL.M. im Ausland bietet jungen Juristinnen und Juristen die Möglichkeit, sich nach dem ersten Staatsexamen fachlich zu spezialisieren und gleichzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln. Oft wird er in Kanzleien und Unternehmen als Pluspunkt gesehen, der – abhängig von Noten und Umfeld – sich durchaus auch finanziell positiv auswirken kann. Hinzu kommen praktische Erfahrungen mit einer anderen Rechtsordnung, die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse und der Kontakt zu Studierenden aus verschiedenen Ländern.

Für viele Nachwuchsjuristinnen und -juristen ist ein LL.M. deshalb der nächste logische Schritt nach dem Examen und nicht nur eine zusätzliche akademische Qualifikation. Doch warum entscheiden sich Jahr für Jahr so viele Nachwuchstalente für einen LL.M. im Ausland? Die Gründe gehen weit über das reine Fachwissen hinaus.

 

Ein wesentlicher Vorteil eines LL.M. im Ausland liegt in der Perfektionierung der Fremdsprachenkenntnisse. Bei englischsprachigen Programmen geht es dabei nicht nur darum, im Alltag sicherer Englisch zu sprechen. Die Studierenden setzen sich regelmäßig mit juristischen Fachbegriffen, englischsprachiger Fachliteratur und der Kommunikation über rechtliche Fragestellungen auseinander.

Gerade Legal English kann für Juristinnen und Juristen von großer Bedeutung sein, wenn sie später in internationalen Kanzleien, Unternehmen oder grenzüberschreitenden Mandaten arbeiten möchten. Ein LL.M. im englischsprachigen Ausland kann daher eine sinnvolle Möglichkeit sein, vorhandene Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden und das juristische Fachvokabular zu erweitern.

 

2. Einblicke in andere Rechtssysteme

Ein weiterer zentraler Vorteil ist die Auseinandersetzung mit einer anderen Rechtsordnung. Wer sein Jurastudium in Deutschland absolviert hat, kennt vor allem das deutsche, kontinentaleuropäische Recht und dessen systematische Besonderheiten. Ein LL.M. im Ausland eröffnet die Möglichkeit, rechtliche Fragestellungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Besonders interessant kann dies für Studierende sein, die sich für das Common Law interessieren. Länder wie die USA, Großbritannien oder Australien bieten zahlreiche LL.M.-Programme an, in denen die Studierenden mit einer anderen juristischen Methodik und einem anderen Umgang mit Rechtsprechung und Präzedenzfällen vertraut werden. Dieses Verständnis einer fremden Rechtsordnung kann für eine spätere Tätigkeit mit internationalem Bezug unglaublich wertvoll sein.

 

3. Internationale Kontakte und Netzwerke

Ein Studium an einer internationalen Universität bringt ambitionierte Studierende aus der ganzen Welt zusammen. Das Netzwerk, das man während eines LL.M. im Ausland aufbaut, hält oft ein Leben lang. Diese internationalen Kontakte sind später eine unschätzbare Ressource, wenn es darum geht, in grenzüberschreitenden Mandaten mit Kanzleien aus anderen Jurisdiktionen zusammenzuarbeiten.

 

4. Spezialisierung und fachliche Profilbildung

Das deutsche Jurastudium ist zunächst generalistisch angelegt. Ein LL.M. kann deshalb eine Möglichkeit sein, sich gezielt auf ein bestimmtes Rechtsgebiet zu konzentrieren. Das Angebot reicht von International Business Law, Wirtschaftsrecht und Steuerrecht über IT-Recht, Datenschutzrecht und Legal Tech bis hin zu Menschenrechten, internationalem Handelsrecht oder Schiedsverfahrensrecht.

Die Wahl des richtigen Studiengangs sollte dabei vor allem von den eigenen Interessen und beruflichen Zielen abhängen. Wer bereits weiß, in welchem Rechtsgebiet er oder sie später arbeiten möchte, kann den LL.M. gezielt zur fachlichen Profilbildung nutzen. Andere entscheiden sich bewusst für ein breiter angelegtes internationales Programm, um verschiedene Rechtsgebiete kennenzulernen.

 

Fazit: Ist die Investition in einen LL.M. im Ausland gerechtfertigt?

Die Studiengebühren und der organisatorische Aufwand für ein internationales Aufbaustudium können zweifellos hoch sein. Dennoch zahlt sich die Investition in den allermeisten Fällen aus. Ein LL.M. im Ausland fungiert auf dem modernen Rechtsmarkt als echter Karriereturbo, der nicht nur das juristische Fachwissen erweitert, sondern vor allem die unerlässlichen Soft Skills, das internationale Netzwerk und die Sprachkenntnisse liefert, die Top-Arbeitgeber heute erwarten.

Unsere Redaktion hat im Folgenden eine Auswahl spannender Universitäten und LL.M.-Studiengänge für euch zusammengestellt und gibt euch die wichtigsten Infos an die Hand. Ob ehrgeiziger Karrierejunkie oder entspannter Sonnenanbeter – irgendwo auf der Welt wartet die passende Universität und genau das LL.M.-Programm, das zu euren Plänen, eurer Energie und eurem ganz eigenen Lebensstil passt!

Jura-Studenten auf einem internationalen Campus während des LL.M. im Ausland
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LL.M. in Europa

Mit einem LL.M. in Europa lässt sich eine internationale juristische Ausbildung mit zahlreichen Möglichkeiten zur fachlichen Spezialisierung verbinden, ohne dafür weit reisen zu müssen. Viele europäische Universitäten bieten hochwertige Programme in unterschiedlichen Rechtsgebieten an – etwa im Wirtschaftsrecht, Europarecht, internationalen Recht oder IT-Recht. Gleichzeitig ermöglicht ein Studium in Europa, internationale […]

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LL.M. in Amerika

Ein Studium in Amerika ermöglicht in einem der wichtigsten Rechts- und Wirtschaftsräume der Welt zu studieren – insbesondere in den USA. Viele Programme sind stark praxisorientiert, eng mit Kanzleien und Unternehmen vernetzt und vermitteln vertiefte Kenntnisse des Common Law, das weltweit großen Einfluss hat. Gleichzeitig profitierst du von einem sehr internationalen […]

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LL.M. in Asien

Ein LL.M. in Asien ist längst mehr als ein außergewöhnlicher Zusatz im Lebenslauf. Die Region zählt zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsräumen der Welt und gewinnt damit auch für das internationale Recht zunehmend an Bedeutung. Wer sich während des Studiums mit asiatischen Rechtssystemen, Märkten und Geschäftskulturenbeschäftigt, kann sich ein Profil […]

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LL.M. in Afrika

Wer einen LL.M. in Afrika absolviert, eröffnet sich internationale Perspektiven und erhält die Möglichkeit, bei der juristischen Ausbildung über den europäischen Rechtsraum hinauszublicken. Viele Programme beschäftigen sich mit Entwicklungsrecht, Menschenrechten, internationalem Wirtschaftsrecht oder Rohstoffrecht und verbinden diese Themen mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Besonders spannend ist der direkte Einblick in […]

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LL.M. in Australien/Ozeanien

Ein LL.M. in Australien oder Ozeanien verbindet internationale Erfahrung mit einer hochwertigen juristischen Ausbildung und einem englischsprachigen Studienumfeld. Universitäten wie die University of Sydney oder die University of Melbourne bieten renommierte Programme mit unterschiedlichen Spezialisierungen, etwa in International Law, Corporate Law oder Intellectual Property. Australien ist dabei nicht nur wegen […]

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Finanzierungsmöglichkeiten des LL.M.

Nach dem ersten Staatsexamen bietet sich für junge Juristinnen und Juristen mit einem LL.M. im Ausland die Möglichkeit, sich fachlich zu spezialisieren und gleichzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln. Neben der Wahl des passenden Studiengangs stellt sich dabei jedoch auch die Frage nach der Finanzierung. Je nach Studienort können insbesondere Studiengebühren und Lebenshaltungskosten einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Eine Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren, sind Stipendien und andere Förderprogramme. Dabei müssen sich deutsche Bewerberinnen und Bewerber nicht auf deutsche Stipendiengeber beschränken. Neben Förderungen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und deutschen Stiftungen kommen auch Stipendien der ausländischen Universitäten, staatliche Förderprogramme des jeweiligen Ziellandes sowie internationale Fördermöglichkeiten infrage. Teilweise werden nicht nur die Lebenshaltungskosten unterstützt, sondern auch Reise- und Versicherungsleistungen oder ein Teil der Studiengebühren übernommen.

Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem vom Zielland, der Universität, dem konkreten LL.M.-Programm und den persönlichen Voraussetzungen ab. Auch akademische Leistungen, gesellschaftliches Engagement, die bisherige berufliche Entwicklung oder die geplante Spezialisierung können eine Rolle spielen. Daher lohnt es sich, bereits vor der Bewerbung einen Blick auf mögliche Finanzierungsmöglichkeiten zu werfen und die jeweiligen Bewerbungsfristen frühzeitig zu prüfen.

Unser Überblick zeigt, welche Fördermöglichkeiten für einen LL.M. im Ausland grundsätzlich infrage kommen und wo sich die Suche nach einer passenden Finanzierung lohnt.

Noch offene Fragen zu Ihrem Master of Laws?

Ein LL.M. im Ausland ist ein großer Schritt für die juristische Karriere, der gut geplant sein will. In unseren nachfolgenden FAQs beantworten wir die häufigsten Fragen angehender Juristinnen und Juristen – von den Voraussetzungen und Kosten bis hin zum optimalen Zeitpunkt für Ihre Bewerbung und den Möglichkeiten eines Stipendiums.

FAQ

Was ist ein LL.M. und wann lohnt er sich der Master of Laws

Der LL.M. (Master of Laws) ist ein weiterführender juristischer Masterabschluss nach dem ersten Staatsexamen. Er ermöglicht eine fachliche Spezialisierung, etwa im Wirtschaftsrecht, Steuerrecht oder internationalen Recht, und wird häufig auch zur internationalen Ausrichtung genutzt. Besonders lohnenswert ist der LL.M., wenn du deine Karriere gezielt ausrichten möchtest – etwa in internationalen Kanzleien, Unternehmen oder spezialisierten Rechtsgebieten oder Nischen. Zusätzlich kann der Abschluss deine Jobchancen und dein Gehalt verbessern. Ohne klare berufliche Zielsetzung ist der Nutzen jedoch oft begrenzt.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen LL.M. im Jurastudium?

Der optimale Zeitpunkt für einen LL.M. ist meist direkt nach dem ersten Staatsexamen oder nach dem Referendariat. Nach dem Examen nutzen viele Studierende den LL.M., um Wartezeiten bis zum Referendariat sinnvoll zu überbrücken oder Auslandserfahrung zu sammeln. Nach dem Referendariat dient der LL.M. häufig der gezielten Karriere- und Spezialisierungsphase vor dem Berufseinstieg. Welche Option besser ist, hängt stark von deinen persönlichen Karrierezielen ab.

Was kostet ein LL.M. und wie kann man ihn finanzieren?

Die Kosten eines LL.M. variieren stark: In Deutschland liegen sie oft im niedrigen vierstelligen Bereich, während internationale Programme – insbesondere in den USA oder Großbritannien – zwischen ca. 10.000 € und über 50.000 € kosten können, zuzüglich Lebenshaltungskosten.
Zur Finanzierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, darunter Auslands-BAföG, Studienkredite und eigene Ersparnisse. Besonders wichtig sind Stipendien wie vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), Erasmus+, PROMOS oder Begabtenförderungswerke wie die Studienstiftung des deutschen Volkes. Auch Großkanzleien bieten teilweise spezielle LL.M.-Förderprogramme an.

Was ist der Unterschied zwischen LL.M. und M.L. (Master of Laws)?

Der LL.M. (Master of Laws) ist der international etablierte juristische Masterabschluss und weltweit anerkannt. Der Begriff „M.L.“ (Master of Legal Studies) wird hingegen seltener verwendet und richtet sich häufig auch an Nicht-Juristen oder alternative Studienprogramme. Im Berufsleben gilt der LL.M. als deutlich bekannter und relevanter, insbesondere bei internationalen Kanzleien und Unternehmen. Ein M.L. ist nicht automatisch schlechter, wirkt jedoch oft weniger eindeutig eingeordnet und teilweise erklärungsbedürftig.

Kann man einen LL.M. auch berufsbegleitend studieren?

Ja, ein LL.M. kann auch berufsbegleitend absolviert werden. Viele Universitäten bieten Teilzeit-, Executive- oder Block-Programme an, die sich besonders für Berufstätige eignen. Dadurch ist es möglich, Berufserfahrung und Weiterbildung zu kombinieren. Allerdings ist die Belastung hoch, da Job und Studium parallel organisiert werden müssen. Berufsbegleitende LL.M.-Programme erfordern daher gutes Zeitmanagement.

Sind alle LL.M. – Abschlüsse gleich angesehen?

Nein, die Anerkennung eines LL.M. hängt stark von der Universität, dem Land, der Spezialisierung und dem Ruf des Programms ab. Besonders renommierte Hochschulen und klar spezialisierte Programme im Wirtschaftsrecht oder internationalen Recht genießen einen höheren Stellenwert. Im Berufsleben ist jedoch auch entscheidend, wie gut der LL.M. zum angestrebten Tätigkeitsbereich passt – die fachliche Passung ist oft wichtiger als der reine Universitätsname.

Wie zeitaufwendig und stressig ist ein LL.M.-Studium?

Ein LL.M. ist in der Regel weniger stressig als das juristische Staatsexamen, aber dennoch arbeitsintensiv. Je nach Universität umfasst das Studium Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten und eine Masterarbeit. Der durchschnittliche Aufwand liegt häufig bei 30 bis 40 Stunden pro Woche, kann aber je nach Programm variieren. Besonders im Ausland kommen zusätzliche Herausforderungen wie Sprache und kulturelle Anpassung hinzu. Insgesamt gilt der LL.M. als gut planbar, aber anspruchsvoll.

Wie bekommt man den LL.M.-Abschluss?

Den LL.M. erhält man durch das erfolgreiche Absolvieren aller Studienleistungen des Programms. Dazu gehören in der Regel Prüfungen, Seminararbeiten, ggf. mündliche Leistungen sowie eine Masterarbeit. Zusätzlich müssen meist eine bestimmte Anzahl an ECTS-Punkten erreicht werden. Nach erfolgreichem Abschluss aller Anforderungen wird der akademische Grad „Master of Laws (LL.M.)“ verliehen.

Ist ein spezialisierter oder allgemeiner LL.M. besser?

Ein spezialisierter LL.M. ist in den meisten Fällen vorteilhafter, da er ein klares berufliches Profil schafft und gezielt auf bestimmte Rechtsgebiete vorbereitet. Ein allgemeiner LL.M. bietet zwar breitere Einblicke, ist jedoch im späteren Berufsleben oft weniger eindeutig positioniert. Wenn du bereits ein Karriereziel hast, ist ein spezialisierter LL.M. klar zu empfehlen. Ein allgemeiner LL.M. eignet sich eher zur Orientierung, wenn du dich noch nicht festgelegt hast.

Disclaimer: Alle preislichen Angaben sind ohne Gewähr. Die genauen Bezeichnungen der LL.M. Programme, deren Voraussetzungen und die Dauer können abweichen.