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Wege zur Partnerschaft: Interview mit David Krause, LL.M. (Hoffmann Liebs)

Für unsere Interviewreihe „Wege zur Partnerschaft“ sprechen wir mit David Krause, LL.M. (Edinburgh), Partner bei Hoffmann Liebs in Düsseldorf. Er gibt Einblicke in seinen persönlichen Karriereweg, die Anforderungen auf dem Partnertrack und die Bedeutung unternehmerischen Denkens im Anwaltsberuf.

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Wege zur Partnerschaft: Interview mit David Krause, LL.M. (Hoffmann Liebs)

Können Sie sich kurz vorstellen und uns etwas über Ihren juristischen Werdegang erzählen?

Mein Name ist David Krause und ich bin seit dem 1. Januar 2026 Partner der Kanzlei Hoffmann Liebs aus Düsseldorf.
Ich habe an der Universität zu Köln Jura studiert und bin nach dem 1.Staatsexamen für einen 1-jährigen Auslandsaufenthalt nach Schottland (Edinburgh) gegangen, um dort meinen LL.M. zu erwerben. Danach bin ich für das Referendariat wieder nach Köln zurückgekehrt und habe mein 2. Staatsexamen absolviert.

Wie sind Sie auf Ihre heutige Kanzlei Hoffmann Liebs aufmerksam geworden und was hat Sie damals überzeugt, dort einzusteigen?

Auf die Kanzlei Hoffmann Liebs bin ich über den Freundeskreis meines Vaters aufmerksam geworden und habe dort bereits während meines Studiums ein Praktikum absolviert. Insbesondere das kollegiale Miteinander und der offene Austausch haben mich von Anfang an überzeugt.

Wie viel Zeit ist zwischen dem Einstieg bei Hoffmann Liebs und der Ernennung zum Partner vergangen?

Mein „richtiger“ Einstieg bei Hoffmann Liebs war als Rechtsanwalt im Mai 2020. Bis zu meiner Partnerernennung im Januar 2026 vergingen also 5 Jahre und 8 Monate. Für mich war relativ früh klar, dass ich den Partnertrack gehen möchte und ich hatte mir persönlich zum Ziel gesetzt, dies in 5-6 Jahren zu erreichen. Ich wurde hierbei jedoch von den Partnern in meinem „Commercial Team“ von Anfang an unterstützt und mir wurden anhand des Entwicklungsweges transparent die Möglichkeiten zur Aufnahme in die Partnerschaft aufgezeigt.

Welche beruflichen Stationen und Entwicklungsschritte haben Sie auf dem Weg zur Partnerschaft bei Hoffmann Liebs durchlaufen?

Ich würde mich als Hoffmann Liebs „Eigengewächs“ bezeichnen. Ich habe vom Praktikanten, wissenschaftlichen Mitarbeiter, Referendar, Associate und Senior Associate alle Entwicklungsstufen bei Hoffmann Liebs auf dem Weg zur Partnerschaft durchlaufen. 

Wie hat Hoffmann Liebs Sie auf dem Weg zur Partnerschaft unterstützt?

Hoffmann Liebs und insbesondere die Partner in meinem „Commercial Team“ haben mich von Anfang an im offenen Austausch auf dem Weg zur Partnerschaft unterstützt. Mein „Mentor“ als Senior Partner hat mich direkt im ersten Berufsjahr als Co-Referent in die AGB-/und Vertragsrechtskurse für die Beck-Akademie miteinbezogen, was mir in der Außenwirkung gegenüber neuen Mandanten sehr geholfen hat. Ich habe schnell in meinem Team gelernt, eigenständig Sachen zu bearbeiten und mit Mandanten zu kommunizieren. Es wurde auch erwartet, Eigeninitiative bei Akquise-Maßnahmen zu zeigen, wodurch die unternehmerische Verantwortung früh gefördert wurde.

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Welche fachlichen, unternehmerischen und persönlichen Fähigkeiten sind aus Ihrer Sicht entscheidend, um Partner:in bei Hoffmann Liebs zu werden?

Um Partner:in bei Hoffmann Liebs zu werden, muss man neben fachlicher Exzellenz, menschlicher Verlässlichkeit und Teamfähigkeit insbesondere auch unternehmerisch Denken und unternehmerisch Handeln wollen/können. Es kommt gerade nicht nur darauf an, Vorgänge abzuarbeiten, sondern es ist entscheidend, in die Partnerschaft einzutreten, um den eigenen Bereich auszubauen und wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten. 

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Vorteile, aber auch Herausforderungen Ihrer Position als Partner?

Als angestellter Rechtsanwalt liegt der Fokus naturgemäß primär auf der juristischen Arbeit. Als Partner trägt man zusätzlich Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Kanzlei, Personalentwicklung, Mandantenbindung und wirtschaftliche Entscheidungen. Diese unternehmerische Dimension empfinde ich als großen Vorteil – man gestaltet aktiv die Zukunft der Kanzlei mit. Die Herausforderung besteht darin, juristische Exzellenz mit unternehmerischem Denken zu verbinden und sich sehr gut zu organisieren.

Wie lässt sich die Partnerschaft mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance verbinden?

Mit der Partnerschaft wächst die unternehmerische Verantwortung. Mandate, Führung, Akquise und strategische Entscheidungen prägen den Tagesablauf. Mit der Partnerschaft wächst aber auch der Gestaltungsspielraum. Ich habe mir feste Anker gesetzt. Morgens der Weg mit meinem 2-jährigen Sohn Anton in die Kita. Abends das gemeinsame Abendessen mit der Familie und montags abends Tennis als sportlicher Ausgleich. Auch wenn ich danach abends oftmals noch am Schreibtisch sitze, kann ich meine Arbeitsweise strategischer organisieren und Prioritäten langfristiger setzen. Entscheidend ist, dass man strukturiert, diszipliniert und klar organisiert ist.

Welchen Ratschlag würden Sie angehenden Berufseinsteiger:innen geben, die langfristig das Ziel der Partnerschaft verfolgen?

Entwickelt eine herausragende fachliche Kompetenz in eurem Fachbereich und fangt insbesondere früh an, unternehmerisch zu denken. Dies sind neben Teamfähigkeit und Eigeninitiative die Schlüssel, um den Weg zur Partnerschaft erfolgreich zu gestalten.

Vielen Dank für das Interview und Ihre Zeit, Herr Krause!


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