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Wege zur Partnerschaft: Interview mit Counsel Sabrina Hemforth (Hoffmann Liebs)

Sabrina Hemforth von Hoffmann Liebs berichtet im Rahmen unserer Interviewreihe "Wege zur Partnerschaft" über ihre Karriere und die Herausforderungen, die mit der Stellung als Counsel in einer mittelständischen Kanzlei einhergehen.

Es gilt die alte Regel: Aus einem hohen Engagement wird sich letztlich Vieles ergeben.

Counsel Sabrina Hemforth

Hoffmann Liebs

iurratio: Wie sind Sie zu Ihrem Arbeitgeber gekommen?

Sabrina Hemforth: Meinen Weg zu Hoffmann Liebs verdanke ich neben der persönlichen Karriereplanung auch ein wenig dem Zufall. Ich habe zum Berufseinstieg in einer anderen Kanzlei begonnen. Der Partner, für den ich dort gearbeitet habe, entschied sich jedoch, zu Hoffmann Liebs zu wechseln. Ich bin dann mit ihm gewechselt – eine rückblickend sehr gute Entscheidung.

iurratio: Warum haben Sie sich entschieden, bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber zu arbeiten?

Sabrina Hemforth: Meine Entscheidung für Hoffmann Liebs zu arbeiten war - aufgrund der Umstände meines Wechsels zu Hoffmann Liebs - natürlich auch davon beeinflusst, dass ich wusste, wie die Zusammenarbeit mit dem für mich zuständigen Partner sein wird. Nichtsdestotrotz habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, ob Hoffmann Liebs als Arbeitgeber für mich in Betracht kommt. Mir war und ist einerseits wichtig, dass ich inhaltlich interessante, anspruchsvolle Themen bearbeite und dies vor allem im direkten Kontakt zu dem Mandanten. Anderseits möchte ich neben meiner Arbeit noch ausreichend Freizeit haben und nicht meine Abende und/oder Wochenenden im Büro verbringen. Hoffmann Liebs als mittelständische Kanzlei ermöglicht diese Kombination. Ein Pluspunkt ist zudem, dass man eine realistische Perspektive hat, dauerhaft für Hoffmann Liebs als Associate und Counsel oder Partner tätig zu sein.

iurratio: Welche Stationen haben Sie durchlaufen, um Counsel zu werden?

Sabrina Hemforth: Ich habe als Associate bei Hoffmann Liebs begonnen. Als die Kanzlei im Jahr 2020 die Counsel-Position als Alternative zur Junior Partnerschaft eingeführt hat, habe ich die mir angebotene Möglichkeit wahrgenommen, meinen Weg bei Hoffmann Liebs als Counsel weiterzugehen.

iurratio: Wie hat Ihr Arbeitgeber Sie auf diesem Weg unterstützt?

Sabrina Hemforth: Die Strukturen bei Hoffmann Liebs sind überschaubar und man arbeitet eng mit einem Partner zusammen. Dadurch wird es möglich, frühzeitig in Mandantenkontakt zu treten. Das entgegengebrachte Vertrauen hilft außerdem, sich als Anwältin oder Anwalt zu entwickeln und das eigenverantwortliche Arbeiten zu lernen. Daneben unterstützt Hoffmann Liebs durch entsprechende Inhouse-Seminare auch die Aneignung und Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten, die auch für die Anwaltstätigkeit nicht unbedeutend sind.

iurratio: Welche Fähigkeiten und Qualifikationen muss man mitbringen, um Counsel zu werden?

Sabrina Hemforth: Es ist immer schwierig, selbst zu beurteilen, was man für eine Stelle mitbringen muss und welche Kriterien man offenbar selbst erfüllt hat. Meiner Einschätzung nach dürfte jedoch neben den fachlichen Kenntnissen in „seinem“ Rechtsgebiet insbesondere wichtig sein, dass man selbstständig und eigenverantwortlich arbeitet, gut mit den Mandanten kommunizieren kann und von diesen als AnsprechpartnerIn akzeptiert wird.

iurratio: Was sind die Vor- und Nachteile an Ihrer Position? Wie wirkt sich Ihre Position auf Ihre Work-Life-Balance aus?

Sabrina Hemforth: Nach meiner Erfahrung hat der Wechsel in die Counsel-Position keine wesentlichen Auswirkungen auf meine Work-Life-Balance mit sich gebracht. Die Positionen als erfahrener Associate und als Counsel dürften sich in dieser Hinsicht gleichen. Der Arbeitsalltag ändert sich jedenfalls nicht spürbar von dem einen auf den anderen Tag.

Je nach Betrachtungsweise sind die Vorteile der Counsel-Position meines Erachtens zugleich deren Nachteile. Trägt man beispielsweise im Gegensatz zur Partnerschaft als Counsel nicht das unternehmerische Risiko und muss sich nicht mit Personal- und administrativen Fragen befassen, ist man umgekehrt nicht in gleicher Weise in (strategische) Themen eingebunden, kann diese nicht beeinflussen und partizipiert letztlich nicht in gleicher Weise am wirtschaftlichen Erfolg der Kanzlei.

iurratio: Was können Sie angehenden Berufseinsteigern raten, die ebenfalls dieses Ziel anstreben?

Sabrina Hemforth: Ich meine, dass man die Dinge gerade zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn erst einmal auf sich zukommen lassen sollte, um herauszufinden, ob man dauerhaft Freude an der Anwaltstätigkeit im Allgemeinen hat und insbesondere auch an welchem Rechtsgebiet. Eine Spezialisierung in einem Rechtsgebiet bzw. bestimmten Rechtsthemen, ggfs. durch Fortbildungen, dürfte sodann helfen, sich von der „Masse“ abzuheben. Zudem ist es sicher ratsam, Aufgeschlossenheit und Einsatzbereitschaft zu demonstrieren, auch einmal den unbequemen Weg zu gehen und Dinge zu bearbeiten, die nicht nur Freude bereiten, manchmal auch sehr kräftezehrend sein können. Es gilt die alte Regel: Aus einem hohen Engagement wird sich letztlich Vieles ergeben.

iurratio: Vielen Dank für Ihre Zeit und das Interview, Frau Hemforth!

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