Können Sie sich kurz vorstellen und uns etwas über Ihren bisherigen beruflichen Werdegang erzählen?
Ich bin Partnerin bei SKW Schwarz im Bereich Medien& Entertainment und leite die Praxisgruppe Film & TV. Mein beruflicher Weg war eher ungewöhnlich in der Reihenfolge: Nach 15 Jahren in verschiedenen Inhouse-Positionen, bei großen Medienunternehmen, Sender, Weltvertrieb und der GEMA, bin ich in die Kanzlei gewechselt. Die Inhouse Erfahrung hat mich geprägt, weil ich die Bedürfnisse und Herausforderungen der Mandanten aus der direkten Praxis und aus eigener Erfahrung kenne. Zu SKW Schwarz hat mich die Möglichkeit geführt, meine Expertise im Medienrecht in einem vielfältigen und dynamischen Umfeld einzusetzen, in die Breite weiterzuentwickeln und gleichzeitig langfristig ein Team weiter auszubauen, das sich auf die besonderen Anforderungen der Film- und TV-Branche spezialisiert.
Welche Kriterien waren für Sie bei der Auswahl einer Kanzlei besonders entscheidend – und inwiefern erfüllt SKW Schwarz diese Punkte aus Ihrer heutigen Sicht?
Die wichtigsten Kriterien für mich waren die fachliche Expertise, der Ruf der Kanzlei und vor allem die Praxisnähe. SKW Schwarz war für mich von Anfang an die einzige Kanzlei, in der ich mir einen Wechsel sofort vorstellen konnte – insbesondere, weil sie im Medienrecht eine herausragende Stellung hat und einen sehr praxisorientierten Ansatz verfolgt. Der Schritt in die Kanzlei fiel mir zudem leichter, weil ich bereits viele Partner aus dem Medienbereich persönlich kannte und wusste, wie die Arbeit mit den und für die Mandanten in der Praxis aussieht. SKW Schwarz erfüllt aus meiner Sicht alle entscheidenden Punkte: Die Kanzlei bietet ein breites Spektrum an Fachbereichen, eine vielfältige Mandatsstruktur – von Start ups bis zu internationalen Medienkonzernen – und eine Unternehmenskultur, die Innovation und persönliche, individuelle Entwicklung fördert. Rückblickend hat sich meine Entscheidung absolut bestätigt: wir verbinden fachliche Exzellenz, Praxisnähe und Teamgeist.
Sie verfügen über langjährige Berufserfahrung: Welche Entwicklungen im Anwaltsberuf haben Sie seit Ihrem Berufseinstieg besonders wahrgenommen – und wie prägen diese heute Ihre Arbeit mit Nachwuchsjurist:innen bei SKW Schwarz?
Der Anwaltsberuf hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert – vor allem durch die Digitalisierung und neue Kommunikationswege, Whatsapp ersetzt zum Teil die Email, aber auch durch die gestiegenen Anforderungen bei gleichzeitigem Kostendruck der Mandanten. Besonders spannend finde ich, wie Künstliche Intelligenz unsere Beratung immer mehr beeinflusst und neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringt. Mandanten kommen schon mit einem „ersten Vertragsentwurf von ChatGPT“, und wir sollen nur kurz draufschauen. Hier ist es wichtig, kurz innezuhalten und zu überlegen, was der beste Ansatz ist: diesen Entwurf zu nehmen und unverhältnismäßig lange für die Anpassung zu brauchen, oder gleich dem Mandanten zu empfehlen, auf einem professionellen Muster aufzusetzen und das weiterzuentwicklen – oft am Ende mit weniger Aufwand. Für mich ist es daher wichtig, dass junge Juristen und Juristinnen nicht nur flexibel und technisch versiert sind, sondern vor allem einen echten Praxisblick entwickeln und daran auch Spaß haben. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie wertvoll es ist, Mandanten nicht mit abstrakten, dogmatischen Ausführungen zu begegnen, sondern ihnen businessnahe, direkt umsetzbare Ratschläge zu geben. Das schafft echten Mehrwert und ergibt den Unterschied. Deshalb ermutigen wir, jungen Kollegen und Kolleginnen, schnell Verantwortung bei den Mandanten zu übernehmen, und ermöglichen das auch. Außerdem ist es wichtig, selbst digitale Tools und KI zu nutzen und damit nah an den aktuellen Entwicklungen zu bleiben. Gleichzeitig ist mir eine offene Gesprächskultur wichtig – damit jeder und jede die Chance hat, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln.
Wie begleiten Sie heute als Partnerin den Einstieg neuer Associates bei SKW Schwarz?
Wir haben strukturierte Onboarding-Maßnahmen, feste Ansprechpartner (Führungspartner und -parterinnen), feste Mentoren und Mentorinnen und regelmäßige Feedbackgespräche. Besonders wichtig ist uns, dass die Mentoren und Mentorinnen Partner oder Partnerinnen aus anderen Teams sind. So fördern wir von Anfang an die Vernetzung innerhalb der Kanzlei und stellen sicher, dass neue Associates einen neutralen Ansprechpartner haben, der ihnen unabhängig vom eigenen Team zur Seite steht. Neben fachlichen Workshops bieten wir auch Soft-Skill-Trainings an, die allen offenstehen. Am wichtigsten ist jedoch die persönliche Zusammenarbeit: Wir ermöglichen den Berufseinsteigern und -einsteigerinnen, mit möglichst vielen Partnern und Partnerinnen aus dem Fachbereich zusammenzuarbeiten. Dadurch bekommen sie verschiedene Perspektiven und Arbeitsstile mit – das ist nicht nur spannend, sondern auch eine wertvolle Vorbereitung auf die Vielfalt der Mandanten und deren individuelle Bedürfnisse.
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Was macht für Sie persönlich gutes Mentoring aus – und wie setzen Sie dieses Verständnis bei SKW Schwarz konkret um?
Ich bin ja meist fachlich aus einem anderen Team/Fachbereich, sodass ich mich ganz auf das Persönliche konzentrieren kann, auf die Sorgen, das Fortkommen und die Entwicklung der jungen Kolleginnen und Kollegen. Dadurch bin ich nicht gleichzeitig diejenige, die fachlich die Aufgaben verteilt, sondern kann mit einer neutralen Perspektive unterstützen. Das hilft besonders, wenn mal etwas nicht läuft oder Unsicherheiten auftauchen. Außerdem kann ich so auch Anregungen geben, wie man Aspekte aus anderen Fachbereichen einbringen oder neue Wege ausprobieren kann. Diese Außenperspektive macht das Mentoring vielseitiger und gibt Raum für persönliche Entwicklung, unabhängig vom Tagesgeschäft.
Wie unterstützt SKW Schwarz die Mentor:innen dabei, ein erfolgsversprechendes Mentoring zu gewährleisten?
SKW Schwarz bietet zwar keine expliziten Mentoring-Programme oder spezielle Instrumente für Mentoren/ Mentorinnen an, aber wir profitieren von den fachlichen Workshops und Weiterbildungen, die allen offenstehen und auch für die Mentoring-Arbeit wertvolle Impulse liefern. Besonders schätze ich die individuelle Freiheit, die wir als Mentoren/Mentorinnen haben: Wir können unsere Mentees ganz nach ihren persönlichen Bedürfnissen und Interessen begleiten und unterstützen. Das ermöglicht eine sehr flexible und maßgeschneiderte Förderung, die sich an den jeweiligen Stärken und Zielen der Nachwuchsjuristen und -juristinnen orientiert. Der offene Austausch im Team zwischen Führungspartnern und Mentoren und die Möglichkeit für die Mentees, eigene Ansätze einzubringen, machen das Mentoring bei SKW Schwarz besonders lebendig und praxisnah.
Wie erleben Sie die Feedback- und Fehlerkultur bei SKW Schwarz – und welche Aspekte sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig für die Entwicklung von Berufseinsteiger:innen?
Bei SKW Schwarz leben wir eine offene und konstruktive Feedback- und Fehlerkultur. Fehler passieren, das gehört einfach dazu, egal ob man gerade erst anfängt oder schon lange dabei ist. Wichtig ist, dass wir möglichst schnell und ehrlich darüber sprechen, damit jeder daraus lernen kann und beim nächsten Mal besser vorbereitet ist. Gerade wenn viel los ist, fällt das ebenso wichtige fachliche Feedback für einzelne Aufgaben manchmal etwas kurz aus, aber ich ermutige alle, die mit mir arbeiten, aktiv danach zu fragen und sich Feedback einzufordern. Meistens finden wir spätestens beim Austausch am Abend oder am nächsten Morgen die Gelegenheit, Dinge zu besprechen, das ist wichtig. Für Berufseinsteiger und -einsteigerinnen ist es besonders wichtig, sich zu trauen, Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und offen über Unsicherheiten zu reden – das hilft nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiter. Der offene Austausch im Team sorgt dafür, dass sich alle weiterentwickeln und gemeinsam wachsen.
Der Einstieg in eine Wirtschaftskanzlei ist anspruchsvoll. Worauf sollten Berufseinsteiger:innen aus Ihrer Sicht besonders achten, um langfristig erfolgreich und zufrieden zu bleiben?
Mein wichtigster Rat: Such dir die Kanzlei, die wirklich zu deinen Vorstellungen passt; und das findest du am besten heraus, indem du mit möglichst vielen Leuten sprichst und beim Interview gezielt nachfragst. Du wirst nur dann langfristig zufrieden und erfolgreich sein, wenn Arbeitsstil, Kultur und Erwartungen der Kanzlei zu deinen eigenen passen. Das merkt man oft schon während der Zeit als Referendar: Nutze diese Gelegenheit, um verschiedene Bereiche kennenzulernen und herauszufinden, was dich wirklich interessiert. Steig tiefer in die Themen ein, die dich begeistern, dann macht es dir auch nichts aus, mal etwas mehr zu leisten, als gefordert wird, etwa durch Einsatz für den Fachbereich. Sprich mit Kolleginnen und Kollegen, die für dich Vorbilder sein könnten. Frag ruhig, wie sie ihren Weg gefunden haben. Trau dich, Fehler zu machen und daraus zu lernen, statt nichts zu tun. Und zeig dich mit deiner eigenen Meinung, das macht dich sichtbar und hilft dir, deinen Platz im Team zu finden.
Wie hat sich Ihre Rolle seit Ihrem Einstieg bei SKW Schwarz entwickelt – insbesondere im Hinblick auf Führung und Nachwuchsförderung?
Meine eigene Rolle bei SKW Schwarz ist ja etwas untypisch: Als Quereinsteigerin habe ich mich zunächst als fachliche Expertin eingearbeitet, mir quasi alles angeschaut und dann schnell meine über die Jahre gewachsene Führungskompetenz eingebracht. Das hat mir gezeigt, dass es nicht den einen klassischen Karriereweg gibt, vielmehr kann man sich Zeit nehmen, um herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen und wie man sich am besten einbringen möchte. Für Nachwuchsjuristinnen und -juristen bedeutet das: Es gibt viele Wege und Entwicklungsmöglichkeiten, von der Spezialisierung im Fachbereich bis hin zu Führungsaufgaben. Lass dir die Zeit, die du brauchst, und bleib dran an den Themen, die dich wirklich interessieren. Trau dich, eigene Ideen einzubringen, manchmal profitierst nicht nur du selbst, sondern auch die Kanzlei hat was davon, und dann lassen sich Ideen durchsetzen. Offenheit für neue Herausforderungen und Veränderungen und die Bereitschaft, aktiv mitzugestalten, sind aus meiner Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung bei SKW Schwarz.
Welche drei konkreten Tipps würden Sie angehenden Berufseinsteiger:innen für den Start in einer Kanzlei wie SKW Schwarz mit auf den Weg geben?
Sei neugierig und offen: Nutze jede Gelegenheit, um neue Bereiche kennenzulernen und dich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Bring private Interessen ein. Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst, und lass dich von unterschiedlichen Perspektiven inspirieren, das bringt dich fachlich und persönlich weiter.
Zeig Initiative und bring deine Ideen ein: Trau dich, Verantwortung zu übernehmen und eigene Vorschläge zu machen, auch wenn sie auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Oft profitieren nicht nur du selbst, sondern auch das Team und die Kanzlei davon.
Bleib authentisch und achte auf dich selbst: Such dir die Themen und Arbeitsweisen, die wirklich zu dir passen, und bleib dran, auch wenn es mal anstrengend oder schwierig wird. Gleichzeitig: Denk daran, dass du nicht immer alles machen musst und dir auch mal eine Pause gönnen darfst. Am Ende bringt es nichts, wenn du fachlich erfolgreich bist, aber dabei das Gefühl hast, dass es zu viel wird. Zufriedenheit und Erfolg gehören zusammen, und das klappt am besten, wenn du auf dich selbst achtest.
Rückblickend war mein etwas ungewöhnlicher Weg genau richtig für mich. Was ich heute anders machen würde: Ich hätte mich schon früher trauen können, mehr von mir einzubringen und auch klarer zu sagen, was ich brauche oder mir wünsche – sowohl fachlich als auch persönlich. Außerdem hätte ich bewusste Auszeiten und kleine Ausgleichsmomente früher und deutlicher für mich eingeplant. Das hilft, die eigene Energie zu behalten und mit Freude bei der Sache zu bleiben.
Vielen Dank für das Interview und die Zeit, Frau Streichfuss!
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