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Berufsspecial M&A (Mergers & Acquisitions)

Berufsspecial

M&A (Mergers & Acquisitions)

Praxis

M&A - hart aber lukrativ!

Wie kein anderes Gebiet in der Rechtsbranche, ist der Bereich M&A bekannt für die hohe Arbeitsbelastung und die langen Arbeitszeiten. Verkannt wird dabei jedoch, dass hinter dieser Leistungsmauer überwiegend Anwälte stehen, die ihren Job mit Leidenschaft machen und die Bedingungen deshalb nicht als belastend empfinden. So zeitintensiv das tägliche M&A Geschäft nämlich sein mag, umso spannende und lukrative Aufgaben birgt es im Berufsalltag für den Volljuristen.

Tätigkeitsfelder

Ob es die Bayer-Monsanto-Fusion oder die Air-Berlin-Übernahme durch Lufthansa ist, immer wenn große Unternehmen bedeutende Schritte wagen, benötigen sie einen M&A-Berater. Als Berater in der M&A Branche begleitest du hauptsächlich die Transaktionen, Fusionen und Akquisitionen von Unternehmen. Dabei geht es überwiegend um den Kauf, Verkauf, Börsengang und das Projektmanagemant. Die Kooperation mit Wirtschaftsprüfern, Unternehmensberatern, Banken und dem Topmanagement von mittelständischen und großen Unternehmen ist indes fester Bestandteil der Tagesroutine. Auch der regelmäßige Auslandsbezug aufgrund von internationalen Mandaten bringt Abwechslung in den Alltag und sorgt für eine stetige persönliche Entwicklung in sozialer und kognitiver Hinsicht. Sehr gute Englischkenntnisse werden demzufolge auch als selbstverständlich vorausgesetzt.

Teamfähigkeit und Kommunikationsgeschick

Das Tagesgeschäft ist gefüllt mit internen und externen Meetings. Die wichtigste Aufgabe für den M&A-Berater ist dabei die bestmögliche Leitung des Projekts. Dies erfolgt durch die ordnungsgemäße Koordination aller Beteiligten, verbunden mit einer effizienten Aufgabendelegation. Dabei ist die Sozialintelligenz und das Organisationsgeschick im Rahmen von komplexen Unternehmensübernahmen oder Zusammenschlüssen von großem Vorteil. Wer zudem ein Gespür für situationsgerechte Kommunikation hat und Teamfähigkeit mitbringt, ist in der M&A Branche gern gesehen. Auch ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Flexibilität sind unabdingbare Voraussetzungen, um sich in der ertragreichen M&A-Welt zu profilieren.

Videos

Dr. Nefail Berjasevic zu seiner Tätigkeit im Gesellschaftsrecht, M&A und Insolvenzrecht

Oppenhoff & Partner

Berufschancen & Gehälter

„Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.“ - George Bernard Shaw

Die enorme Arbeitsbelastung, die in der M&A-Branche als Standard akzeptiert wird, findet ihre Rechtfertigung in der überdurchschnittlich hohen Bezahlung. Wer den Belastbarkeitstest besteht, wird am Ende des Tages reichlich entlohnt. Die Einstiegsgehälter in diesem Gebiet belaufen sich bei Junior-M&A-Beratern auf 60.000 bis 70.000 Euro und lauten bei Senior-M&A-Beratern 110.000 bis 250.000 Euro und mehr.

Hast du Durchhaltevermögen und Willensstärke? Bist du darüber hinaus belastbar und bringst Interesse an Finanzen und dem Kapitalmarkt mit? Dann könnte der taffe Bereich „Mergers & Acquisition“ das Richtige für dich sein!

Berufsaussichten im M&A – Was sind meine Möglichkeiten?

Vielfältigkeit zeichnet sowohl den Arbeitsalltag eines M&A-Beraters aus, als auch seine Berufsaussichten. Der Spezialist in Fragen Mergers & Acquisition kann den gewöhnlichen Werdegang als Rechtsanwalt in einer Sozietät wählen; gefragt ist er jedoch auch in M&A-Abteilungen von Industrieunternehmen oder in der Private-Equity-Branche. Die Geschäfte im Bereich des M&A boomen. Die Experten für M&A sind demnach sehr gefragt und beziehen die höchsten Einkommen in Deutschland. Grund dafür ist sowohl die große Nachfrage, als auch die stetig steigenden Ansprüche an die Berater. Neben dem kognitiven Know-how werden Eigenschaften wie hohe Stressresistenz und die Bereitschaft lange Arbeitszeiten hinzunehmen, erwartet. Nicht jeder hält jedoch der hohen Arbeitsbelastung und dem stressigen Alltag in der M&A-Beratung stand. Zähe Persönlichkeiten sind gewünscht, die bei Bedarf einstecken und austeilen müssen.

Nachwuchsbedarf

Der Nachwuchs wurde in der M&A-Branche zu Zeiten der Finanzkrise vernachlässigt, weshalb beträchtliche Lücken im Personal entstanden sind. Dies bedeutet heute exzellente Einstiegschancen für die Junior-Berater. Dadurch, dass regelmäßig mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen kooperiert wird, verinnerlicht man als Junior-Berater in kürzester Zeit die Branchendynamik und die standardisierten Marktgegebenheiten. Durch dieses zusätzliche Know-how öffnen sich außerdem Türen in anderen Sektoren. Wer also einmal Fuß in der M&A-Praxis fasst, wird sowohl beruflich, charakterlich, als auch finanziell reifen!

Bildung

Fachanwaltstitel

Im M&A-Bereich selbst ist es nicht möglich einen Fachanwaltstitel zu erwerben. Denkbar sind jedoch für das M&A-Geschäft bedeutende Titel in den Gebieten Handels-und Gesellschaftsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht sowie Steuerrecht. Mit dem Erwerb dieser Titel würde der M&A-Berater sein Profil markant schärfen. Bis zu 3 Fachanwaltstitel sind laut FAO zulässig, sodass auch eine Zusammenführung von 2 oder mehr Titeln erfolgen kann.

Die zuständige Rechtsanwaltskammer, der der Rechtsanwalt/die Rechtsanwältin angehört verleiht nach Maßgabe der Fachanwaltsordnung (FAO) die Berechtigung zum Führen der Fachanwaltsbezeichnung. Voraussetzungen für diese Verleihung sind:

  • dreijährige Zulassung und Tätigkeit innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung (§3 FAO)
  • Antragstellung bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer (§22 FAO)
  • Nachweis besonderer Theoretischer Kenntnisse (§§ 4, 4a und 6 FAO)
  • Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen (§§ 5, 6 FAO)

Fortbildungskurse

Während des Studiums oder neben der anwaltlichen Tätigkeit besteht außerdem die Möglichkeit Fortbildungskurse und Seminare insbesondere im Handels-und Gesellschaftsrecht zu besuchen. Diese werden über das ganze Jahr angeboten. Oftmals werden die Kosten der Kurse vom Arbeitgeber übernommen. Eine Weiterbildung in diesem Bereich kommt nämlich auch dem Arbeitgeber zu Gute.

Steuerberaterexamen

Eine anspruchsvolle aber durchaus lohnenswerte Weiterbildungsmöglichkeit ist auch der Erwerb des Titels „Steuerberater“ mit dem Bestehen des Steuerberaterexamens. Hierzu werden Kurse angeboten, die über ein Jahr berufsbegleitend absolviert werden können oder in einem dreimonatigen Crashkurs ablaufen. Zwar sind keine Vorbereitungskurse vorgeschrieben, das Examen ganz ohne Hilfestellung durchzuführen sei jedoch nahezu unmöglich. Drei sechsstündige Klausuren und eine mündliche Abschlussprüfung sind dann in der Steuerberater-Prüfung zu bewältigen. Kostenzuschüsse, Mitarbeiterdarlehen oder Freistellungen sind im Rahmen dessen oft gewährte Hilfestellungen von Arbeitgebern.

LL.M. – Master of Laws im M&A

Natürlich besteht auch in diesem vielfältigen Berufsfeld die Möglichkeit zu promovieren oder aber einen Master of Laws zu erwerben. Dieser kann beispielsweise an der FOM Hochschule berufsbegleitend erworben werden. Auch an einer Vielzahl ausländischer Universitäten wird ein Master of Laws angeboten, beispielsweise an der University College London oder an der HEAD Paris Law School. Die Vorteile eines LL.M. in Deutschland liegen zum einen in den günstigeren Kosten (ca. 12.000 €) und zum anderen darin, dass dieser berufsbegleitend absolviert werden kann. Der Nachteil besteht offenkundig darin, dass der „Blick über den deutschen juristischen Tellerrand“ hinaus nicht besteht und Fremdsprachenkenntnisse selten erweitert werden.

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