Referendariat in Hamburg

Gerichtsbezirke:

Im OLG-Bezirk Hamburg gibt es die Ausbildungsgerichte des Hanseatischen OLG Hamburg und des LG Hamburg.

Bewerbung:

Bewerbungen sind zu richten an:

Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg
Personalstelle für Referendare
Dammtorwall 13 20354 Hamburg

Der Bewerbungsantrag und weitere erforderliche Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden.

Einstellungstermine und Wartezeit:

Einstellungstermine finden in Hamburg alle zwei Monate statt ( Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember). Die Wartezeit berechnet sich nach der Note des ersten Staatsexamens. Zur Note (hat man mit Ausreichend bestanden, ist die Grundzahl immer 6,49) zählt man je nach vorhandener Situation einen Punkt dazu. Mögliche Situationen sind:

  • die Erfüllung des Wehr-, Zivil- oder Entwicklungsdienstes bzw. der Ableistung des sozialen oder ökologischen Jahres
  • Vorliegen einer Schwerbehinderung wenn die erste Prüfung in Hamburg abgelegt wurde
  • wenn man in familiärer Lebensgemeinschaft mit einem Kind lebt und die erste Prüfung in Hamburg abgelegt wurde
  • generell wenn die erste Prüfung in Hamburg absolviert wurde
  • je sechs Monate Wartezeit.

In den letzten Einstellungsterminen bekamen die Bewerber ein Einstellungsangebot, die ca. 10 Punkte im 1. Examen hatten oder insgesamt mindestens 11-12 Punkte mit Bonuspunkten gesammelt hatten. Daraus ergibt sich, dass jemand, der im ersten Examen ein ausreichend erreicht hat, derzeit knapp 2,5 Jahre warten muss, um eingestellt werden zu können. Momenan beträgt die notwendige Punktzahl für ein Einstellungsangebot 11,32 Punkte.

Ablauf des Referendariats:

Das Referendariat läuft in Hamburg wie folgt ab:

- 3 Monate: Strafrechtsstation

- 3 Monate: Zivilrechtsstation

- 3 Monate: Verwaltungsstation

- 9 Monate: Anwaltsstation

Hier findet ihr eine Auflistung der besten Arbeitgeber in Hamburg aus dem Ref50 für 2020.

- 3 Monate: Wahlstation I

- im 21. Monat: 2. Staatsexamen

- 3 Monate: Wahlstation II

Zweites Staatsexamen:

In Hamburg besteht das 2. Staatexamen aus 8 Klausuren (4 Zivilrechts-, 2 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts-Klausuren). Zugelassene Hilfsmittel sind die Kommentare Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner/Schmitt, Kopp/Schenke und Kopp/Ramsauer. Die mündliche Prüfung erfolgt nach der ersten Wahlstation.

Notenverbesserung:

In Hamburg ist ein Verbesserungsversuch seit 2007 möglich. Die Prüfungsgebühr dafür beträgt 800€.

Unterhaltsbeihilfe:

Derzeit beträgt die Unterhaltsbeihilfe 1.027,80 € brutto. Neben der Unterhaltsbeihilfe wird ein Kinderzuschlag gezahlt (Stufe 1: 126,68 €; Stufe 2: 235,00 €; Zweites Kind: +108,32 €; ab 3. Kind: +334,73 € ). Nähere Informationen dazu und zur Möglichkeit der Ausübung einer Nebentätigkeit findet ihr hier.

Referendariat im Ausland:

In Hamburf besteht die Möglichkeit, maximal sechs Monate der Rechtsanwaltsstation oder die Wahlstation I und II (bei einem Rechtsanwalt, der nicht in Deutschland zugelassen sein muss, einem Wirtschaftsunternehmen, einer AHK, einer deutschen Auslandsvertretung oder anderen internationalen Organisationen) im Ausland zu absolvieren – letztere Stationen sind dabei nicht teilbar.

Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer:

Wer an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer studieren möchte, kann dies während der Anwaltsstation oder der Wahlstationen tun.

Urlaub im Referendariat:

Der jährliche Erholungsurlaub für Referendarinnen und Referendare beträgt 30 Arbeitstage. Urlaub wird nur auf Antrag gewährt, der schriftlich bei der Personalstelle für Referendare einzureichen ist. Der Erholungsurlaub kann nicht während der Zeiten von Pflichtarbeitsgemeinschaften genommen werden. Weitere Informationen zur Urlaubsbeantragung und erforderliche Formulare findet ihr hier.