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Journal / Referendariat

Das Referendariat: Interview mit Rechtsanwalt Philipp Gudert (DLA Piper)

Wertvolle Erfahrungen und Ratschläge über das Referendariat teilt Rechtsanwalt Philipp Gudert in unserer Interviewreihe "Mentoren für Referendare". Er ist seit August 2020 Associate im Bereich Arbeitsrecht bei DLA Piper in Hamburg.
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Fangt früher an, euch etwas anzuschauen und die Grundprinzipien zu verstehen.

Rechtsanwalt Philipp Gudert

DLA Piper

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iurratio: An welchem Gericht haben Sie Ihr Referendariat absolviert? Was war für Ihre Wahl entscheidend?

Philipp Gudert: Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg – Ich habe in Hamburg bereits mein erstes Staatsexamen absolviert und wollte in der Stadt bleiben. Zudem sind die Wege in der Stadt angenehm kurz und die Arbeitsgemeinschaften finden (mit Ausnahme der Verwaltungsstation) nur am Anfang eines Blocks statt, was die einzelnen Stationen flexibler werden lässt.

iurratio: Bei welchen Arbeitgebern haben Sie Ihre Stationen absolviert?

Philipp Gudert: DLA Piper UK LLP in Hamburg (Anwaltsstation); EY Law, Hamburg (Wahl II); Landgericht Hamburg, Kammer für Handelssachen (Zivilstation und Wahl I).

iurratio: Nach welchen Kriterien haben Sie die Ausbildungsstätten ausgewählt?

Philipp Gudert: Eigentlich stand für mich fest, dass ich meinen Berufseinstieg als Anwalt machen möchte. Ich hatte bereits lange Erfahrung als wissenschaftlicher Mitarbeiter und habe dann im Referendariat Vollzeit gearbeitet, um noch einmal sicherzugehen, dass dies die richtige Entscheidung ist. Alternativ habe ich mir zwei Arbeitgeber angesehen, mich letztlich dann für das Arbeitsrecht als Tätigkeitsbereich entschieden.

Die Gerichtsstation war ebenfalls sehr lehrreich, ich habe die Station gleich zweimal gemacht, um nicht nur Urteile zu schreiben, sondern auch den Gerichtsalltag besser zu verstehen.

iurratio: Wie war die Begleitung durch die Ausbilder?

Philipp Gudert: In jedem Bereich ausgezeichnet, insbesondere bei DLA Piper mit dem dazugehörigen Trainee-Programm (inklusive Inhouse-Kaiserseminaren und vielen Fortbildungen im Bereich Softskills). Während meiner Zeit bei EY Law kam leider das Coronavirus dazwischen, sodass hier viel Arbeit im Home Office zu erledigen war.

iurratio: Haben Sie eine stationsbegleitende Nebentätigkeit ausgeübt?

Philipp Gudert: Ja, an einem Tag in der Woche.

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iurratio: Wie waren Ihre Erfahrungen mit den stationsbegleitenden AGs?

Philipp Gudert: Die AGs sollen stark vom Dozenten abhängig sein. Ich hatte aber Glück und durchweg sehr kompetente und freundliche AG-Leiter.

iurratio: Wie haben Sie sich die Zeit zum Arbeiten und Lernen eingeteilt?

Philipp Gudert: In der zweiten Hälfte des Referendariats habe ich erst so richtig angefangen mit dem Lernen und Schreiben von Übungsklausuren. Das hätte ich rückwirkend möglicherweise anders gemacht. Ansonsten habe ich den Schwerpunkt meiner Vorbereitung auf die letzten Monate vor den Klausuren gelegt.

iurratio: Wie haben Sie sich auf das 2. Examen vorbereitet? Welche Materialien haben Sie zur Vorbereitung auf das 2. Examen genutzt?

Philipp Gudert: Fast durchweg die Kaiser-Skripte (gab es auch bei DLA in den Inhouse-Seminaren dazu), aber auch materielle Unterlagen aus dem ersten Examen sowie die Unterlagen aus der Strafrechts-AG. Ich hatte zudem eine Lerngruppe – zu dritt lernt es sich deutlich leichter und man kann auch mal Fragen stellen oder miteinander diskutieren, was das Verständnis fördert.

iurratio: Welche Tipps würden Sie angehenden Referendaren zur Vorbereitung auf das Referendariat mitgeben?

Philipp Gudert: Fangt früher an, euch etwas anzuschauen und die Grundprinzipien zu verstehen. Zudem solltet ihr viele Klausuren schreiben. Denn Anwaltsklausuren machen einen wesentlichen Teil des Examens aus. Wichtig ist es auch, sich im Rahmen der Stationen ein Bild zu machen, was für den zukünftigen Berufseinstieg in Frage kommt. Anhand der Erfahrungen im Referendariat kann man sich, meiner Meinung nach, zum ersten Mal ein richtiges Bild darüber machen, was die einzelnen Berufe ausmacht. Für mich stand danach fest, dass ich mich bei DLA Piper sehr wohlfühle und die Tätigkeit genau meinen Vorstellungen entspricht.

iurratio: Warum haben Sie sich letztendlich für Ihren jetzigen Arbeitgeber entschieden?

Philipp Gudert: Ich wollte im Arbeitsrecht anfangen und da gab es für mich keine bessere Adresse als DLA Piper. Die Tätigkeit ist sehr vielseitig, aber vor allem auf das originäre Arbeitsrecht ausgerichtet. Direkter Mandantenkontakt und das selbständige Führen von Verfahren haben mich schon immer begeistert. Zudem ist das internationale Umfeld spannend und herausfordernd zugleich. So erlebt man jeden Tag etwas Neues. Dazu ist das Team einzigartig und arbeitet hervorragend zusammen, was ich bereits während des Referendariats erleben durfte. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass DLA optimale Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet und super Arbeitsbedingungen in modernen, sehr ansprechenden Büros bietet.

iurratio: Vielen Dank für Ihre Zeit und das Interview, Herr Gudert!

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