Referendariat in Schleswig-Holstein

Gerichtsbezirke:

Ausbildungsgerichte in Schleswig-Holstein sind die Landgerichte Flensburg, Itzehoe, Kiel und Lübeck.

Bewerbung:

Zuständige Behörde für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber und für die Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst ist die

Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts
Gottorfstr. 2
24837 Schleswig.

Bewerbungsunterlagen und Merkblätter findet ihr hier.

Einstellungstermine und Wartezeit:

Referendare werden alle zwei Monate beginnend ab Februar eingestellt. Die Einstellung erfolgt nach Examensnoten, sodass man bei Nichtvorliegen der entsprechenden Note (7-8 Punkte) auf der Warteliste steht und Wartepunkte sammelt.

Ablauf des Referendariats:

- 3,5 Monate: Strafrechtsstation

- 4,5 Monate: Zivilrechtsstation

- 4 Monate: Verwaltungsstation

- 9 Monate: Anwaltsstation
Eine Liste mit den besten Arbeitgebern in Norddeutschland findet ihr hier.

- im 21. Monat: 2. Staatsexamen

- 3 Monate: Wahlstation

Zweites Staatsexamen:

Im zweiten Staatsexamen werden 8 Klausuren geschrieben (4 Zivilrechts-, 2 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts-Klausuren). Zugelassene Kommentare sind Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner/Schmitt, Kopp/Schenke und Kopp/Ramsauer. Die mündliche Prüfung erfolgt nach der Wahlstation.

Notenverbesserung:

Ein Verbesserungsversuch ist in Schleswig-Holstein möglich. Die Kosten betragen 800 €.

Unterhaltsbeihilfe:

Die Unterhaltsbeihilfe für Referendare beträgt monatlich 1.344,79 € brutto. Zusätzlich erhalten Referendare einen Familienzuschlag (kindbezogener Zuschlag 109,20 € pro Kind). Informationen dazu und zur Möglichkeit der Ausübung einer Nebentätigkeit findet ihr hier.

Referendariat im Ausland:

Referendare dürfen im Rahmen der Verwaltungs-, der Rechtsanwalts- oder der Wahlstation (im Schwerpunktbereich Familienrecht ist dies nicht möglich) ins Ausland gehen. Die innerhalb dieser drei Stationen im Ausland verbrachte Ausbildungszeit darf nach § 32 Abs.8 S. 3 JAVO die Dauer von insgesamt 7 Monaten nicht überschreiten. Die Ausbildung während der Rechtsanwaltstation im Ausland soll zudem nicht länger als drei Monate dauern. Sollten sich Referendare außerdem für eine Auslandsausbildung in der Verwaltungsstation entscheiden, muss die Wahlstation bei einer deutschen Behörde oder einem deutschen Verwaltungs- bzw. Oberverwaltungsgericht abgeleistet werden (dies gilt nicht, wenn die Verwaltungsstation bei einer Botschaft oder bei einem Konsulat abgeleistet wird, da diese dem Auswärtigen Amt als deutscher Bundesbehörde zugerechnet werden). Dementsprechend dürfen Teile der Referendarsausbildung bei einem Rechtsanwalt, der nicht in Deutschland zugelassen sein muss, bei einer Deutschen Auslandsvertretung/Auswärtiges Amt, Europäischen Kommission oder anderen internationalen Organisationen und Einrichtungen wie z. B. der Europäische Rechnungshof in Luxemburg, sowie verschiedenen Goethe-Instituten oder einem Wirtschaftsunternehmen, einer AHK oder einer deutschen Auslandsvertretung im Ausland absolviert werden.

Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer:

Ein Studium in Speyer ist auf die Verwaltungs- Anwalts- oder Wahlstation möglich.

Urlaub im Referendariat:

Gemäß § 3 EUVO kann Erholungsurlaub erst 3 Monate nach Einstellung in den öffentlichen Dienst gewährt werden. Ausnahmen hiervon werden aber in der Regel bewilligt (ggf. sind besondere Gründe anzugeben). Weitere Informationen findet ihr hier.