Referendariat in Niedersachsen

Gerichtsbezirke:

In Niedersachsen gibt es den OLG-Bezirk Braunschweig mit den Landgerichten Braunschweig und Göttingen, den OLG-Bezirk Celle mit den Landgerichten Bückeburg, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade und Verden sowie den OLG-Bezirk Oldenburg mit den Landgerichten Aurich, Oldenburg und Osnabrück.

Bewerbung:

Bewerbungen sind zu richten an das Oberlandesgericht Celle (nur noch online möglich).

Bewerbungsunterlagen und Merkblätter findet ihr hier.

Einstellungstermine und Wartezeit:

In Niedersachsen werden vier Mal jährlich Referendare eingestellt, jeweils zum 01.03, zum 01.06., zum 01.09. und zum 01.12. eines Jahres. Die Wartezeiten variieren momentan zwischen 3 bis 9 Monaten.

Ablauf des Referendariats:

- 5 Monate: Zivilrechtsstation

- 3 Monate: Strafrechtsstation

- 3 Monate: Verwaltungsstation

- 9 Monate: Anwaltsstation
Hier findet ihr eine Liste der besten Arbeitgeber in Norddeutschland.

- im 20. Monat: 2. Staatsexamen

- 4 Monate: Wahlstation

Zweites Staatsexamen:

In Niedersachsen werden im zweiten Staatsexamen 8 Klausuren geschrieben (4 Zivilrechts-, 1 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts-Klausuren sowie 1 Klausur nach Wahl aus dem Öffentlichen Recht oder Strafrecht). Zugelassene Kommentare sind Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner/Schmitt. Die mündliche Prüfung erfolgt nach der Wahlstation.

Notenverbesserung:

Ein Verbesserungsversuch ist möglich. Die Kosten hierfür betragen 400 €.

Unterhaltsbeihilfe:

In Niedersachsen erhalten Referendare eine Unterhaltsbeihilfe von 1.191,63 € brutto. Zudem erhält man bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Familienzuschlag (Stufe 1: 129,20 € brutto (verheiratet, Ehegatte nicht im öffentl. Dienst; zur Hälfte, wenn Ehegatte im öffentl. Dienst); Stufe 2: +110,47 € brutto jeweils für das 1. und 2. Kind sowie +302,50 € brutto jeweils für das 3. und jedes weitere zu berücksichtigende Kind). Nähere Informationen dazu und zur Möglichkeit der Ausübung einer Nebentätigkeit findet ihr hier.

Referendariat im Ausland:

Referendare können drei Monate der Rechtsanwaltsstation, die gesamte Verwaltungsstation (Deutsche Auslandsvertretung/Auswärtiges Amt, Europäische Kommission oder andere internationale Organisationen und Einrichtungen wie z. B. der Europäische Rechnungshof in Luxemburg, sowie verschiedene Goethe-Institute) oder die Wahlstation (bei einem Rechtsanwalt, der nicht in Deutschland zugelassen sein muss, einem Wirtschaftsunternehmen, einer AHK, einer deutschen Auslandsvertretung oder anderen internationalen Organisationen) im Ausland absolvieren – letztere Stationen sind dabei nicht teilbar.

Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer:

Ein Studium in Speyer kann auf die Verwaltungs- oder Wahlstation angerechnet werden.

Urlaub im Referendariat:

Der Erholungsurlaub beträgt 30 Arbeitstage pro Ausbildungsjahr (§ 4 NEUrlVO i. V. m. § 5 I S. 1 NJAG). Eine Urlaubssperre existiert jeweils grundsätzlich zu den Zeiten der verdichteten Eingangsphasen und in den zwei bis drei Wochen der Examensklausuren. An allen Tagen der AG-Klausuren kann grundsätzlich vom AG-Leiter/von der AG-Leiterin Urlaub gewährt werden, allerdings nur so, dass eine Bewertungsgrundlage bestehen bleibt, sodass immer eine gewisse Anzahl an Klausuren geschrieben werden muss. Weitere Informationen finder ihr hier.