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Berufsspecial IT-Recht (Informationstechnologie)

Berufsspecial

IT-Recht (Informationstechnologie)

Praxis

Tätigkeitsfelder im IT-Recht

Einen äußerst umfassenden rechtlichen Tätigkeitsbereich bietet das IT-Recht. Von Fragestellungen des Vertragsrechts in den Informationstechnologien bis hin zu Fernabsatzrecht und dem elektronischen Geschäftsverkehr, dem Persönlichkeitsrecht im IT-Bereich bis zum Domainrecht, Datenschutzrecht, der IT-Sicherheit oder der rechtlichen Ausgestaltung der Rahmenbedingungen der Kommunikationsnetze und Dienste. Auch kartellrechtliche Fälle und Fragen der öffentlichen Vergabe von Leistungen der IT können Gegenstand einer IT-rechtlichen Beratung sein. Durch die Globalisierung und den Bedarf an grenzüberschreitender Bereithaltung von IT-Services, Kommunikationswegen und Inhalten wurde zudem eine Einbettung in EU-rechtliche und internationale Rahmenbedingungen notwendig. Grenzüberschreitende Sachverhalte gehören also zum Alltag eines IT-rechtlers und weisen zudem eine besondere Schnittstelle zum Strafrecht auf.

Videos

Lara Bos (IT-Recht)

Esche Schümann Commichau

Berufschancen & Gehälter

Berufsaussichten im IT-Recht – Was sind meine Möglichkeiten?

Mit einer Spezialisierung im IT-Recht erwartet den jungen Juristen ein unterschiedlicher wie weitreichender Karriereweg. Vom Inhouse-Juristen bis zum Justitiar in einer Rundfunkanstalt. Vom Energierechtsanwalt in der Großkanzlei bis zum betriebsinternen Datenschutzbeauftragten. Ein breites Spektrum an möglichen Tätigkeitsfeldern bietet das IT-Recht dem juristischen Nachwuchs. Hier dominiert die beratende Tätigkeit, sodass der Umgang mit Mandanten und Kollegen aus anderen Rechtsbereichen zum Alltag gehört. Wichtig ist es deshalb, gute Kontakte zu Kollegen aus anderen Rechtsbereichen zu pflegen, da viele Bereiche der Unternehmen berührt werden und IT-rechtliche Fragen im Zusammenhang mit unternehmens-bzw. konzerninternen Umgestaltungen stehen. Darüber hinaus verlangt die IT-Branche hohe Flexibilität im Umgang mit Menschen, weil die Mandanten sehr vielschichtig sind: von Großunternehmen bis hin zu Internet-Startups. Es wird eine direkte und schnelle Kommunikation von den beratenden IT-Experten erwartet, sodass hohe Anforderungen an die Reaktions-und Bearbeitungsgeschwindigkeit gestellt werden. Offen, neugierig, kreativ und interessiert an technologischen Begebenheiten sollte der Spezialist im IT-Recht demnach sein.

Gehaltsaussichten - Gute Aussichten

Mit der Entwicklung der Waren- und Dienstleistungsgesellschaft hin zur Informationsgesellschaft, hat die Informationstechnologie große Bedeutung gewonnen. Immaterielle Wirtschaftsgüter wie know-how, Datensammlungen, Erfahrungen und Ideen sind durch die technische Revolution wirtschaftlich viel wertvoller geworden. Durch den ungebremsten Wachstum der digitalen Welt wird das IT-Recht zudem stets ein sehr ertragreicher Bereich bleiben. Um so wichtiger sind also frühzeitige Spezialisierungen, um sich dann mitsamt der Erfahrung auf dem Markt profilieren zu können. So vielseitig wie das Berufsfeld, sind auch die angepriesenen Gehälter. Während Großkanzleien als Einstiegsgehalt 80.000-100.000€ im Jahr zahlen, verdient man in mittelständischen Kanzleien ca. 60.000€ im Jahr. Auch in Unterehmen erhält man, je nach Größe, um die 50.000-70.000€ im Jahr. Mit der steigenden Berufserfahrung im Einklang, steigen dann auch die Gehälter. Ein sich stetig erneuerndes Feld, das keine Spur von Monotonität aufzeigt, erwartet den jungen, dynamischen Juristen, der genau wie das IT-Recht stets in der Entwicklung bleiben möchte.

Videointerviews

Mitarbeiter in Kanzleien beantworten in IURRATIO-Jobs Videointerviews Fragen zum persönlichen Werdegang, eigenen Berufsalltag, welche Fähigkeiten man mitbringen sollten und geben Nachwuchsjuristen einen persönlichen Tipp mit auf den Weg!

Bildung

Fachanwalt im IT-Recht

Waren es gerade einmal 11 im Jahre 2007, sind es heute ca. 570 zugelassene Fachanwälte im Bereich Informationstechnologie. Tendenz steigend. Mit der Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft, nimmt auch die Nachfrage für die Fachanwaltschaft im IT-Recht zu. Es ist der beste Zeitpunkt sich durch diesen Titel auf dem boomenden Markt zu profilieren.

Die zuständige Rechtsanwaltskammer, der der Rechtsanwalt/die Rechtsanwältin angehört verleiht nach Maßgabe der Fachanwaltsordnung (FAO) die Berechtigung zum Führen der Fachanwaltsbezeichnung. Voraussetzungen für diese Verleihung sind:

  • dreijährige Zulassung und Tätigkeit innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung (§3 FAO)
  • Antragstellung bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer (§22 FAO)
  • Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse (§§ 4, 4a und 6 FAO)
  • Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen (§§ 5, 6 FAO):

LL.M. – Master of Laws im IT-Recht

Auch in diesem vielseitigen Berufsfeld besteht die Möglichkeit zu promovieren oder aber einen Master of Laws zu erwerben. Dieser kann beispielsweise an dem Institut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover erworben werden, wobei hier ein Semester an einer ausländischen Partneruniversität absolviert wird. Auch an einer Vielzahl ausländischer Universitäten, wie beispielsweise an der University of Edinburgh kann der LLM sinnvoll sein. Die Vorteile eines LL.M. in Deutschland liegen zum einen in den günstigeren Kosten und zum anderen darin, dass dieser unter Umständen berufsbegleitend absolviert werden kann. Der Nachteil besteht offenkundig darin, dass der „Blick über den deutschen juristischen Tellerrand“ hinaus oft nicht besteht und Fremdsprachenkenntnisse selten erweitert werden.

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