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Mein Jurastudium an der Universität Hamburg - Interview

Ein Interview mit einem Studenten aus Hamburg über das Jurastudium an der Universität Hamburg. Es werden Fragen zur Organisation, zu den Materialien und zu der allgemeinen Betreuung im Studium geklärt.

Die Uni Hamburg ist mit einer sehr modernen Jura-Fakultät ausgestattet

Nach dem Abitur gilt es nicht nur, sich für ein Studienfach zu entscheiden, sondern auch die passende Universität auszuwählen. Der Wunsch, eine juristische Laufbahn einzuschlagen, ist nicht immer vorprogrammiert und das Wissen um Schwerpunktinteressen, Stärken und Schwächen in diesem Bereich oft mangels Erfahrung noch rar gesät.

Deswegen ist es nicht immer leicht, unter den vielen juristischen Fakultäten, diejenige auszuwählen, die für einen richtig ist. Heimatsort, Wohn- und soziale Situation spielen oft eine wichtige Rolle, aber auch die Fragen:
"Wie ist die Betreuungssituation?" " Was bietet mir meine Universitätsstadt?" "Was hat meine Uni, was andere nicht haben?"

Zum Semesterstart wollen wir euch einige Studierende vorstellen, die uns einen Einblick in ihr Studierendenleben an ihrer Universität geben wollten. Ganz bewusst distanzieren wir uns von Werbung auf Hochschul-Onlinepräsenzen oder in Katalogen und stellen euch subjektive Eindrück der jeweiligen Personen dar. Weiter geht es mit N.R. (männlich), der an Universität Hamburg studiert.

Mein Studium an der Universität Hamburg

An welcher Universität studierst du? In welchem Semester bist du und wo liegt dein Interessensschwerpunkt ?

Seit dem WiSe 2015 studiere ich an der Uni Hamburg, komme also nun ins 3. Semester. Am spannendsten ist momentan das Zivilrecht, da man das gesamte Konstrukt des BGB langsam versteht.

Warum studierst du an dieser Hochschule?

Hamburg ist eine wunderschöne Stadt! Es gibt viele Grünflächen, die Alster und ehrliche, aufrichtige Menschen. 2012 zog es mich für eine kaufmännische Ausbildung in die Hansestadt - als feststand, dass ich studieren würde, kam nur Hamburg in Frage.

Im Gegenzug zur Bucerius Law School (private HS für Jura in Hamburg) ist das Studium an der Uni flexibler, es gibt mehr eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu wird der Stoff ausführlicher und breiter durch etwas weniger Tempo behandelt. Daher bleibt trotz Jura noch etwas Zeit zum normalen Leben und jeder kann seine eigene Geschwindigkeit und Priorität setzen.

3. Wie zufrieden bist du mit
... der Ausstattung der Bibliothek?

An der Uni Hamburg haben wir das Glück, dass die Fakultätsgebäude für Jura ziemlich modern sind. Es gibt eine eigene Bibliothek für uns mit über 500.000 Büchern. Auch sehr spezifische, teure Lektüre und alle Zeitrschriften sind vorhanden.

... mit den Vorlesungen?

Die Vorlesungen insgesamt sind gut. Es gibt eine eigene Juniorprofessur für Rechtswissenschaftliche Fachdidaktik - um Lehre werden sich hier viele Gedanken gemacht. Nicht alle Profs sind Profis in Sachen Spannung, aber man kommt immer mit wenn man will.

... mit den vorlesungsbegleitenden Angeboten wie Tutorien oder Uni-Rep?

Jede Vorlesung wird hier von einer AG in Gruppen bis 25 Studenten begleitet. Dort wird der Stoff praktisch im Gutachten angewandt und vermittelt. Es könnten ein, zwei Kurse mehr sein, aber grundsätzlich findet man immer einen Platz. Die AG-Leiter sind freundlich und kompetent, vermitteln den Stoff sehr gut.

... mit der allgemeinen Betreuung durch die Hochschule?

Es gab eine ASTA-Einführungswoche für Studis aller Fachrichtungen und anschließend eine Orientierungseinheit jeder Fakultät. Man wird gut aufgenommen und besonders am Anfang viel begleitet. Ein riesen Alleinstellungsmerkmal ist unsere Erasmus-Beauftragte der Fakultät. Sie ist sehr bemüht und bringt jeden Studenten im Ausland unter - entgegen der Bezeichnung nicht nur in Europa. Für mich geht es 2018 nach Südafrika!

Würdest du den Abiturienten von heute a) ein Jurastudium und b) an deiner Hochschule empfehlen?

a: Jura ist für jeden mit einem Sinn für Gerechtigkeit, aber einer gehörigen Portion Reflektion etwas, der Spaß an Regeln hat - ob es um Auslegen, Anwenden oder Entwerfen geht. Recht sind die Regeln der Gesellschaft und darum dreht sich das ganze Studium. Man muss sich auch für auf den ersten Blick trockene Bereiche begeistern können, was meiner Meinung nach immer geht, wenn man die Praxisrelevanz erkennt.

Man lernt sehr viel für das alltägliche Leben, das Verständnis für viele andere Bereiche und warum die meisten Meinungen (leider auch viel in der Presse) über Urteile und Strafen Meinungen von absolut blutigen Laien sind. Bei näherer Betrachtung und etwas Filtern des auflagenzahlgezwängten Skandals erkennt man schnell, was recht und was wirklich unrecht ist.

b: Die Uni Hamburg liegt einerseits in einer wunderschönen, multikulturellen und modernen Großstadt (Pluspunkt 1) und ist andererseits auch noch mit einer sehr modernen Jura-Fakultät ausgestattet (Pluspunkt 2). In Hamburg gibt es ausserdem den sehr exklusiven Schwerpunkt des Maritimen Rechts (Pluspunkt 3).

Nicht nur viele potentielle Arbeitgeber für nach oder während des Studiums, sondern auch namenhafte Professoren (u.a. Bork) sind vertreten (Pluspunkt 4). Auch wenn Hamburg bei weitem kein finanziell günstiger Studienort ist, gleichen das die vielen Möglichkeiten sich selbst zu entwickeln den Preis mehr als aus.

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