Praktikum bei Oppenhoff

Fakten zum Praktikum

Gehalt: 500 EUR / 6 Wochen
Plätze 2021: 15
Plätze 2022: 15
Praktikumsart: Sommeruni
Praktikumsdauer: 6 Wochen

Wen wir suchen

Jurastudierende ab dem dritten Semester

Einbindung in die praktische Arbeit

Unternehmenskauf, Produkthaftungsklagen, Sozialplanverhandlungen oder rechtliche Aspekte des Cloud Computings – sechs Wochen lang sind Sie Teil unseres Teams und unterstützen bei der Beratung in spannenden Mandaten.

Dabei arbeiten Sie für jeweils drei Wochen in zwei verschiedenen Fachbereichen. Zudem erwartet Sie ein vielfältiges und anspruchsvolles Ausbildungsprogramm mit rechtlichen Tutorials und „Soft Skill“-Kursen, zum Beispiel Legal English oder Verhandlungsmanagement.

Benefits für Praktikanten

Social Events
Kostenlose Getränke
Sportprogramme
Open-Door-Policy
Fremdsprachenkurse
Reinigungsabgabe
Bibliothek

Mentoren-Interview

Lesen Sie im Interview mit Anika Hellmann (Associate im Gewerblichen Rechtsschutz), Dr. Johannes Janning und Timo Steffes-Holländer (beide Junior-Partner im Gesellschaftsrecht), welche besondere Rolle den Mentoren in den sechs Wochen zukommt.

Wie viele Praktikanten betreut ihr während der Sommeruni?

Timo: Unsere Praktikanten arbeiten jeweils drei Wochen in einem Fachbereich. In dieser Zeit kümmern sich in der Regel zwei Associates oder Junior Partner um zwei Praktikanten im Team. So stellen wir sicher, dass auch, wenn mal einer der Mentoren abwesend ist, jeder Praktikant einen ihm bekannten Ansprechpartner hat.

Welche Aufgaben kommen auf euch als Mentoren zu?

Anika: Wir sind die persönlichen Ansprechpartner der Praktikanten und betreuen sie während ihrer Zeit in unserem Fachbereich. Wir versuchen, ihnen so reale Einblicke wie möglich in den Arbeitsalltag zu verschaffen. Dazu binden wir sie soweit machbar in unsere aktuelle Mandatsarbeit ein.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Studenten aus?

Johannes: Wir tauschen uns täglich mit ihnen aus und sitzen meist mindestens einmal am Tag zusammen. Bevor die Sommeruni-Studenten sich einen konkreten Fall näher ansehen, versuche ich, sie so gut wie möglich zu briefen. Das heißt, ich muss mir vorab Gedanken machen, welche Informationen ich vermittle, ohne dass es zu komplex wird. Das ist eine Herausforderung für uns alle.

Inwiefern?

Anika: Wir sind gezwungen abstrahiert zu denken. Manche Praktikanten stehen noch eher am Anfang ihres Studiums. Diese Wissensbasis müssen wir berücksichtigen. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Könnt ihr an einem konkreten Beispiel erläutert, wie ihr eure Praktikanten mit einbezieht?

Johannes: Ich habe mit meinem Mentee kürzlich zusammen einen Betriebspachtvertrag entworfen. Das war juristisch schon ziemlich komplex. Wir haben zuerst darüber gesprochen, wie wir das recherchieren und dann parallel am Vertragsentwurf gearbeitet. Für mich hilfreich war dabei insbesondere die „frische“ Perspektive meines Mentees in den diversen Diskussionen zum Vertragsentwurf.

Wie stellt ihr sicher, dass die Praktikanten etwas Neues gelernt haben und nicht etwa ratlos zurückbleiben?

Anika: Ich schaue mir die Arbeitsergebnisse genau an, um zu erkennen, wo vielleicht noch Verständnisschwierigkeiten liegen. Anschließend überlege ich mir, wie ich im Nachgang fehlendes Wissen vermitteln kann. Für mich ist es allerdings wichtig, dazu nicht nur die inhaltliche Perspektive zu bedenken. Ich frage mich dann, wie ich das menschlich rüberbringen kann. Wie möchte ich, dass man mir Feedback gibt? Wichtig ist, sich zum einen selbst, zum anderen für unseren Praktikanten Zeit zu nehmen.

Welche Eigenschaften sind euch bei Praktikanten wichtig?

Timo: Man sollte kritikfreudig sein, lernwillig und auch Wert auf sauberes Arbeiten legen. Ideal ist, wenn jemand bereits erste Rechercheerfahrung mitbringt. Da die Praktikanten hier viel miteinander erleben, ist es hilfreich, aufgeschlossen und kontaktfreudig zu sein.

Profitiert ihr selbst von eurer Tätigkeit als Mentor?

Timo: Definitiv! Sachverhalte verständlich zu erklären schult uns darin, rechtliche Themen – die oft sehr komplex werden können – auch zum Beispiel Mandanten mit nicht-juristischem Hintergrund verständlich zu kommunizieren. Außerdem können wir ganz praktisch erste Personalführungs-Skills entwickeln und beispielsweise lernen, klar und konstruktiv Feedback zu geben.

Seid ihr mit den Sommeruni-Praktikanten auch nach dem Programm in Kontakt?

Johannes: Mit vielen, ja – wir vernetzen uns häufig zum Beispiel über XING oder LinkedIn. Bei Oppenhoff gibt es außerdem regelmäßig Events, zu denen auch unsere ehemaligen Praktikanten eingeladen werden. Ich bin einmal nach zwei, drei Jahren von einem Ex-Praktikanten angesprochen worden, der Fragen zum Promotionsstudium hatte. Das ist ein Thema, das in der Regel erst später in der Ausbildung auftaucht. Gerne erkläre ich dazu dann etwas aus meiner Perspektive. Mir zeigt das, dass sich über den recht kurzen Zeitraum ein doch sehr vertrauensvolles Verhältnis einstellt.

Anika: Zumal man in dieser Zeit sehr eng miteinander arbeitet. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter oder Referendare in unserem Team sind meist nur an wenigen Tagen pro Woche im Büro. Das heißt, dass sich ein Praktikant noch einmal viel intensiver mit einem bestimmten Thema beschäftigen kann und die Zusammenarbeit viel enger ist.

Wenn ihr noch einmal Student wärt, warum würdet ihr euch für das Praktikantenprogramm bei Oppenhoff entscheiden?

Johannes: Aus meiner Sicht erhält man hier Einblicke in den wirklichen Arbeitsalltag in einer Kanzlei. Dazu gehört auch, dass man als Praktikant vielleicht einmal unter Zeitdruck arbeiten muss, weil schnell etwas benötigt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass man innerhalb der sechs Wochen zwei verschiedene Fachbereiche kennenlernt.

Timo: Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, einen Großteil der Mitarbeiter kennenzulernen. Bei den Social Events können Sommeruni-Praktikanten Kontakte auf allen Ebenen knüpfen. Nicht zuletzt die für die Praktikanten eigens arrangierten Workshops garantieren, dass viel neues Wissen mitgenommen wird.

Foto: v.l.n.r: Johannes Janning, Anika Hellmann, Timo Steffes-Holländer (© Oppenhoff)

Sommeruni in Frankfurt

Seit 2019: Sommeruni in Frankfurt! Diese ist keine zweite Sommeruni, denn das Programm gilt für unsere Praktikanten in Köln und Frankfurt gleichermaßen. Wie das funktionieren kann, erzählen Praktikantinnen, Mentoren und unsere Sommeruni-Organisatorin.

Paulina und Trinh, wie habt ihr als unsere ersten Praktikantinnen am Frankfurter Standort von Oppenhoff die sechs Wochen erlebt?

Paulina: Die sechs Wochen gingen so schnell um. Wir haben uns gefragt „Wo sind die sechs Wochen eigentlich hin? Was haben wir alles gemacht?“ Wir wurden hier von Tag 1 an ins gesamte Team aufgenommen. Jeder hat sich viel Zeit genommen, wir hatten nie das Gefühl „nur Praktikanten“ zu sein, auch wenn wir noch nicht so weit in der Ausbildung sind.

Trinh: Vor allem mit unseren Mentoren, den wissenschaftlichen Mitarbeitern und Referendaren haben wir viel zusammengearbeitet. Auch die Anwälte konnten wir gut kennenlernen. Die Türen standen im wahrsten Sinne immer offen. Wenn ich Hilfe brauchte, konnte ich jeden hier fragen.

Wie seid ihr konkret in die Sommeruni eingebunden worden? Viele Vorträge und Events fanden ja in Köln statt.

Trinh: Die Vorträge, die in Köln gehalten wurden, fanden für uns per Videokonferenz statt, sodass wir von einem Konferenzraum in Frankfurt aus zugeschaltet waren. Der Vortrag zum Thema Private Equity, das primär hier in Frankfurt bearbeitet wird, wurde von Frau Fontane und Frau Windle-Wehrle von hier aus gehalten und dann nach Köln übertragen.

Paulina: Zu „Social Media im Arbeitsrecht“ hatten wir sogar für uns beide unseren eigenen Vortrag. Das ist natürlich ziemlich exklusiv. Ansonsten sind wir für die Workshops und Social Events öfter nach Köln gefahren. Mit der Bahn ist man ja schnell dort. Wir hatten so den Vorteil, das standortübergreifende Zusammenarbeiten in einer Kanzlei hautnah kennenzulernen.

Trinh: Wir konnten außerdem gemeinsam mit den Kölner Praktikanten und Praktikantinnen eine Mandantenanfrage bearbeiten, sodass wir wirklich über die Distanz hinweg zusammenarbeiten mussten. Wir hatten richtig Spaß daran, auch wenn das mit manchen Herausforderungen verbunden war, weil wir das vorher noch nie gemacht haben.

Seid ihr mit den Praktikanten in Köln trotz der Entfernung zusammengewachsen?

Paulina: Bei der Kölner Gruppe gibt es schon noch mal eine andere Dynamik. Da wir aber oft dort waren, haben wir alle gut kennengelernt. Zu einer Wolkenkratzer-Tour sind zum Beispiel alle Kölner zu uns nach Frankfurt gekommen.

Das Frankfurter Büro verteilt sich neuerdings auf zwei nicht direkt miteinander verbundene Etagen. War das für euch schwierig?

Trinh: Nein, das hat immer gut geklappt. Eine Weile haben wir auf derselben Etage gearbeitet. Wir haben uns trotz der räumlichen Trennung jeden Tag gesehen, sei es zum Bearbeiten von Aufgaben, für Recherchen oder zum Mittagessen.

Cristina Scupra und Marcel Markovic, ihr wart mit einigen Frankfurter Kollegen das erste Mal als Mentoren der Sommeruni tätig. Wie seid ihr an die neue Aufgabe herangegangen?

Marcel: Nachdem wir gefragt wurden, ob wir gerne Mentoren wären, hatten wir kurz vor Beginn der Sommeruni ein gemeinsames Kick-Off-Meeting in Frankfurt. Ansonsten war es für uns eher learning by doing. Schwierigkeiten gab es soweit keine. Wir haben uns regelmäßig mit unseren Mentees zu Aufgaben und Erlebnissen ausgetauscht, oft auch über die tägliche Arbeit hinweg. Mir persönlich war es wichtig, viel über den Beruf selbst – speziell in einer Kanzlei – mitzugeben und sich dabei nicht zu verstellen.

… das klingt nach viel investierter Zeit.

Marcel: Die Tätigkeit als Mentor ließ sich gut mit der täglichen Arbeit vereinen. Während meiner Ausbildung habe ich ein Praktikum gemacht, da saß ich eigentlich nur am Schreibtisch, habe diverse Aufsätze gelesen und kannte am Ende keinen der Kollegen. Ein organisiertes Praktikantenprogramm wie die Sommeruni bringt da ganz andere Möglichkeiten mit sich. Deshalb unterstütze ich das gerne.

Cristina: Ich hätte mir gewünscht, sogar noch mehr Zeit für unsere zwei Praktikantinnen zu haben. Wir haben viel gemeinsam besprochen und ich habe versucht, viel Neues zu erklären. Meine Tätigkeit als Mentorin an der Uni hat mir dabei sehr geholfen. Wir haben zum Beispiel ausführlich besprochen, wie ein DD-Report erstellt wird. So etwas lernt man an der Uni nicht, ist für unsere tägliche Arbeit aber essenziell.

Lisa Reinhard, du organisierst die Sommeruni. Warum habt ihr euch dazu entschieden, das Programm jetzt auch in Frankfurt anzubieten?

Lisa: Die Sommeruni hat sich über die Jahre in Köln sehr gut etabliert. Einige Kölner PraktikantInnen aus der Vergangenheit sind zum Berufseinstieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Referendar zu Oppenhoff zurückgekehrt. Nun möchten wir verstärkt Studierenden in Hessen bzw. Süddeutschland ermöglichen, unsere Kanzlei kennenzulernen. Für sie ist der Frankfurter Standort natürlich besser zu erreichen.

… trotzdem waren in diesem Jahr nur zwei Praktikantinnen in Frankfurt tätig?

Lisa: Wir haben uns bewusst für einen kleinen, exklusiven Kreis entschieden, da Frankfurt als Praktikumsstandort ja auch für uns neu ist. Ein zweiter Praktikumsstandort soll für uns keine zweite, von Köln unabhängige Sommeruni bedeuten. Deshalb war die Organisation von meinem Arbeitsort Köln aus anfangs eine kleine Herausforderung. Dank der Offenheit der Frankfurter Kollegen hat sich das sehr schnell eingespielt.

Wie lief die Betreuung der Frankfurter Praktikanten aus Köln durch HR?

Lisa: Paulina und Trinh waren beispielsweise an ihrem ersten Tag in Köln, um gemeinsam mit den anderen PraktikantInnen das Onboarding zu durchlaufen. Ich war während der Sommeruni mehrmals im Frankfurter Büro, ebenso unsere Personalleiterin Katrin Heuel-Ortmann, die ohnehin einmal pro Woche dort ist. Wir wollen so – auch unabhängig von der Sommeruni – unser Verständnis der Zusammengehörigkeit über die einzelnen Büros hinaus aktiv leben.

Feedback 2019

Die Sommeruni hat meine Erwartungen übertroffen. Insbesondere die umfangreichen Events und hierbei vor allem der Mandantenbesuch werden mir in sehr guter Erinnerung bleiben. Die Betreuung durch die Mentoren war nicht nur fachlich, sondern auch menschlich exzellent. Ich hatte wirklich das Gefühl, mit meiner Arbeit eine kleine Hilfe zu sein und dafür auch wertgeschätzt zu werden. Alles in allem war die Sommeruni die vielleicht beste Art und Weise mein Pflichtpraktikum zu absolvieren und ich kann sie wirklich jedem Studenten weiterempfehlen. - JULIAN S.

Mir hat besonders gut gefallen, dass das Programm der Sommeruni den Anspruch hat, den Anwaltsberuf umfassend abzubilden. Ob Ausbildungsveranstaltungen, wie Legal English oder der M&A Workshop, Vorträge über das Marketing, die Unternehmensstruktur und alle anderen Fachbereiche, die Mandatsarbeit, der interne Moot Court und das den Praktikanten exklusiv vorbehaltene „Mandat“ inklusive Präsentation im Unternehmen des Mandanten. Oppenhoff gewährt den Praktikanten mehr als nur einen Einblick in die Arbeit einer international arbeitenden Wirtschaftskanzlei. Hinzu kommt die unfassbar angenehme und respektvolle Arbeitsatmosphäre, an welcher - vom Praktikant bis zum Partner - jeder mitwirkt und profitiert. - PAULINA L.