LL.M. in Irland
Irland verbindet internationale Wirtschaftskraft mit einer einzigartigen Kultur und beeindruckenden Naturlandschaften. Das Land gilt als wichtiger europäischer Standort für internationale Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Technologie, Finanzen und Pharma. Gleichzeitig prägen die irische Gastfreundschaft, lebendige Städte wie Dublin und Galway sowie die traditionsreiche Geschichte das besondere Lebensgefühl der „Grünen Insel“. Durch seine starke internationale Ausrichtung und das englischsprachige Umfeld ist Irland zudem ein attraktiver Studienstandort für internationale Studierende.
Für internationale Studierende ist Irland vor allem deshalb interessant, weil es eine englischsprachige Alternative zu klassischen LL.M.-Destinationen wie den USA oder dem Vereinigten Königreich bietet. Studierende profitieren von einem international ausgerichteten Hochschulsystem, renommierten Universitäten und einem starken Fokus auf internationales Wirtschafts- und Europarecht. Je nach Universität und Studiengang können auch die Studienkosten eine interessante Alternative zu vielen US-amerikanischen LL.M.-Programmen darstellen. Gleichzeitig bietet ein Studium in Irland die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Englischkenntnisse im juristischen Alltag weiterzuentwickeln.
Trinity College
Ein LL.M. am Trinity College Dublin lohnt sich besonders für Studierende, die eine internationale Karriere im Wirtschafts-, Technologie- oder Europarecht anstreben und dabei von der hohen Reputation einer traditionsreichen Universität profitieren möchten. Die Law School zählt zu den angesehenen juristischen Fakultäten Europas und ist international gut vernetzt. Durch den Standort in Dublin bietet sich zudem ein Umfeld mit zahlreichen internationalen Unternehmen, insbesondere aus der Technologie- und Finanzbranche.
LL.M. Programm
- LL.M. in International and Comparative Law
- LL.M. in International and European Business Law
- LL.M. Intellectual Property and Information Technology Law
(Stand: 09/2026)
Hard – Facts
| Dauer | 12 Monate |
| Startzeitpunkt | September |
| Studiengebühren | ca. 11.540 € |
| Lebenserhaltungskosten (geschätzt/pro Monat) | ca. 1.500 – 2.000 € pro Monat |
(Stand: 09/2026) (Quelle: Trinity College)
Erforderliche Qualifikationen
Für die Zulassung zum LL.M.-Programm wird in der Regel ein überdurchschnittlich guter juristischer Bachelorabschluss oder ein rechtsbezogenes interdisziplinäres Studium vorausgesetzt. In Ausnahmefällen können auch Bewerberinnen und Bewerber anderer Fachrichtungen zugelassen werden, sofern sie einen deutlichen juristischen Schwerpunkt oder relevante Berufserfahrung im Rechtsbereich nachweisen können.
Die Auswahl erfolgt wettbewerbsorientiert und berücksichtigt neben den bisherigen Studienleistungen auch die Qualität der Bewerbung sowie die internationale und akademische Zusammensetzung des Jahrgangs. Da die Plätze begrenzt sind und Bewerbungen fortlaufend geprüft werden, empfiehlt sich eine frühzeitige Bewerbung.
Auch ein Englischtest ist erforderlich. Im IELTS Academic Test müssen 6,5 Punkte erreicht werden, im Toefl-iBT 90 (ab TOEFL iBT 2026 4,5 Punkte. Alternativ sind 120 Punkte im Duolingo English Test erforderlich oder 69 im PTE Academic.
(Stand: 09/2026) (Quelle: Trinity College)
Allgemeine Informationen über die Universität
Erfahrungsbericht
Nach meinem ersten Staatsexamen habe ich mich dazu entschieden, einen LL.M. am Trinity College Dublin in Dublin zu absolvieren. Das Programm „European and International Business Law“ bot für mich die ideale Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, meine Englischkenntnisse zu verbessern und vor dem Referendariat noch einmal etwas anderes zu sehen. Gleichzeitig genießt die Universität einen sehr guten Ruf, was für meine Entscheidung ebenfalls ausschlaggebend war.
Die Bewerbung verlief insgesamt eher unkompliziert. Neben den üblichen Unterlagen mussten allerdings zwei Empfehlungsschreiben sowie ein Sprachtest eingereicht werden. Der Kontakt mit der Universität war während des gesamten Bewerbungsprozesses sehr angenehm und unkompliziert, sodass organisatorische Fragen schnell geklärt werden konnten.
Der Studienaufbau unterschied sich deutlich vom deutschen Jurastudium. Die Kurse fanden in vergleichsweise kleinen Gruppen statt, wodurch der Unterricht persönlicher und interaktiver war. Insgesamt war der Arbeitsaufwand gut machbar. Ich hatte etwa drei Vorlesungen pro Woche und musste am Ende des Semesters in jedem Fach einen Essay schreiben. Ganz zum Schluss musste ich noch eine Masterarbeit schreiben. Anders als im deutschen Jurastudium lag der Fokus also nicht auf klassischen Klausuren, sondern stärker auf wissenschaftlichen Arbeiten. Dadurch blieb grundsätzlich auch genug Zeit für Freizeitaktivitäten oder potenziell einen Nebenjob.
Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir der Studienalltag in Dublin. Die Stadt hat viel zu bieten und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie direkt am Meer liegt. Gerade an den Wochenenden konnte man gut Wanderungen unternehmen oder andere Teile Irlands erkunden, sodass ich auch mehrere Wochenendtrips z.B. nach Galway oder Nordirland gemacht habe.
Auch das studentische Leben an der Universität war sehr abwechslungsreich. Es gibt zahlreiche Societies und Sportclubs, beispielsweise die Law Society oder verschiedene Sportangebote wie Tennis oder Fechten. Dadurch fiel es sehr leicht, neue Leute kennenzulernen. Der LL.M. war insgesamt sehr international geprägt, gleichzeitig gab es aber auch viele deutsche Studierende.
Ein weiterer großer Vorteil des Programms waren die zahlreichen Networking-Möglichkeiten. Über verschiedene LL.M.-Events, insbesondere Veranstaltungen deutscher Kanzleien in London, hatte man die Gelegenheit, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen und Kontakte für die spätere Karriere zu knüpfen. So habe ich auch meinen Nebenjob für die Zeit nach dem LL.M. gefunden.
Zudem ist insb. größeren Kanzleien Auslanderfahrung oft sehr wichtig, sodass sich der LL.M. auch beruflich definitiv lohnt.
Neben den fachlichen Inhalten konnte ich vor allem meine Englischkenntnisse deutlich verbessern und wertvolle internationale Erfahrungen sammeln. Rückblickend würde ich mich jederzeit wieder für den LL.M. in Dublin entscheiden und würde es jedem weiterempfehlen.
University of Galway
Ein LL.M. an der University of Galway lohnt sich besonders für Studierende, die ein internationales und englischsprachiges Studium in persönlicher Atmosphäre suchen. Die Universität bietet praxisnahe Programme mit Fokus auf internationales und europäisches Recht und kann eine interessante Alternative zu den häufig teureren Studienstandorten in London oder den USA darstellen.
Besonders attraktiv ist Galway wegen seiner entspannten Studentenatmosphäre, der lebendigen Pub- und Kulturszene sowie der unmittelbaren Nähe zur irischen Natur und Atlantikküste. Die Stadt verbindet internationales Studentenleben mit typisch irischem Flair und bietet damit ein besonderes Umfeld für ein LL.M.-Studium.
LL.M. Programm
- LL.M. (General)
- LL.M. in Gender and Human Rights Law and Policy
- LL.M. in International and Comparative Business Law
- LL.M. in International and Comparative Disability Law and Policy
- LL.M. in International Criminal Law
- LL.M. in International Human Rights
- LL.M. in International Migration and Refugee Law and Policy
- LL.M. in Law and Digital Innovation
- LL.M. in Peace Operations, Humanitarian Law and Conflict
- LL.M. in Transnational Justice, Human Rights and Conflict
(Stand: 09/2026)
Hard – Facts
| Dauer | 12 Monate Vollzeit, 24 Monate Teilzeit |
| Startzeitpunkt | September |
| Studiengebühren | ca. 8.790 € |
| Lebenserhaltungskosten (geschätzt/pro Monat) | ca. 1.300 – 1.600 € pro Monat |
(Stand. 09/2026) (Quelle: University of Galway)
Erforderliche Qualifikationen
Für die Zulassung zum LL.M.-Programm an der University of Galway wird in der Regel ein juristischer Abschluss oder ein interdisziplinäres Studium mit erheblichem Rechtsbezug vorausgesetzt. Bewerberinnen und Bewerber sollten mindestens einen Abschluss mit „Second Class Honours, Grade 1“ oder einer vergleichbaren Leistung vorweisen können. Für deutsche Juristinnen und Juristen entspricht dies meist guten bis überdurchschnittlichen Studienleistungen, wobei ein klassisches Prädikatsexamen nicht zwingend erforderlich ist. Gute Noten und ein überzeugendes Gesamtprofil spielen jedoch eine wichtige Rolle.
In Ausnahmefällen können auch Kandidatinnen und Kandidaten anderer Fachrichtungen oder mit niedrigeren akademischen Leistungen zugelassen werden, sofern sie relevante Berufserfahrung im juristischen oder einem verwandten Bereich nachweisen können.
Internationale Studierende müssen zudem ausreichende Englischkenntnisse belegen. Erforderlich ist in der Regel ein IELTS-Score von mindestens 6.5, wobei in keinem Teilbereich weniger als 6.0 erreicht werden darf. Darüber hinaus müssen im Bewerbungsverfahren verschiedene unterstützende Unterlagen eingereicht werden.
(Stand. 09/2026) (Quelle: University of Galway)
Allgemeine Informationen über die Universität
Disclaimer: Alle preislichen Angaben sind ohne Gewähr; Die genauen Bezeichnungen der LL.M. Programme und die Dauer können abweichen.