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Lernen mit Skizzen

Anstatt immer nur Texte herunterzuschreiben, sollte man sich am besten Notizen mit integrierten Zeichnungen machen, sognannte „Sketchnotes“.

Mit wenigen Schritten kann jeder seine eigenen Sketchnotes erstellen

Lernen mit Skizzen – Richtig Notizen machen

In der Vorlesung mitzuschreiben ist nützlich, mit der Hand Geschriebenes kann man sich bekanntlich besser merken. Dass man aber gar nicht so schnell schreiben kann wie der Dozent spricht, ist mit der folgenden Methode kein Problem mehr. Denn anstatt immer nur Texte herunterzuschreiben, sollte man sich am besten Notizen mit integrierten Zeichnungen machen, sognannte „Sketchnotes“. So sehen die Mitschriften nicht nur hübscher aus, sie helfen auch mehr.

Texte mit Pfeilen, Aufzählungszeichen, Rahmen, Symbolen und Figuren strukturieren trägt dazu bei, sich den Inhalt besser zu merken. Dies gilt vor allem für Menschen, die visuell lernen. Natürlich schafft man es auch mit Sketchnotes nicht, den ganzen Vortrag mitzuschreiben. Dies ist aber nicht unbedingt ein Problem, da man so gezwungen wird, nur das Wichtigste festzuhalten. Außerdem schaffen die gezeichneten Notizen einen ästhetischen Unterschied zu oftmals wenig attraktiven Power-Point-Präsentationen der Dozenten. Ein weiterer Vorteil: Das Dauerstarren auf den Laptop findet ebenfalls ein Ende.

Mit wenigen Schritten kann jeder seine eigenen Sketchnotes erstellen:

Zeichnungen mit Wiedererkennungswert

Ein Stern steht für „besonders wichtig“, ein dickes Fragezeichen markiert die Stelle, die man noch nicht ganz verstanden hat und ein kleines Buch zeigt, dass man sich das Thema noch einmal durchlesen sollte. Egal welche Symbole man wählt, wenn sie stets wiederkehren, gerät ihre Bedeutung nicht in Vergessenheit. Beim Lernen muss man dann nur nach den entsprechenden Zeichen suchen, um bestimmte Stellen schnell wiederzufinden.

Figuren zeichnen kann jeder

Selbst wenn es am Ende nur ein Strichmännchen ist, künstlerische Begabung ist nicht unbedingt gefragt. Ein viereckiger Kasten als Körper mit vier Strichen, die die Gliedmaßen darstellen sollen und ein Kreis als Kopf – fertig. Juristen können auf diese Weise zum Beispiel Gläubiger und Schuldner symbolisieren, was vor allem in Mehrpersonenverhältnissen hilfreich ist.

Emotionen einbringen

Smileys unter Notizen sollten am besten verschiedene Emotionen verdeutlichen. Ein lachender Mund kann bedeuten, dass bei diesem Thema bereits alles klar ist, ein trauriges Gesicht, dass noch Wiederholungsbedarf besteht. Emotionen helfen, eine Verknüpfung zum Gelernten herzustellen und dieses so besser im Kopf zu behalten.

Natürlich können Zeichnungen nichts alles vollständig erklären. Schwierige Kontexte müssen immer noch aufgeschrieben werden, um sie ganz nachzuvollziehen. Aber mit den Sketchnotes sollte das Lernen definitiv leichter fallen.

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