Interview mit Rechtsanwältin Astrid Bauer von PwC über ihren Weg zur Partnerschaft

In unserer Interviewreihe "Wege in die Partnerschaft" stellen wir Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte vor, die jungen Berufseinsteigern Tipps zum Jobstart geben.

Ich empfehle Berufseinsteigern, sich flexibel zu zeigen

Rechtsanwältin Dr. Astrid Bauer

PwC Legal

Iurratio: Warum haben Sie sich entschieden, bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber zu arbeiten?

Astrid Bauer: Ich habe am Institut für Bank- und Kapitalmarktrecht in Leipzig promoviert. Wegen des Schwerpunktes der dortigen Arbeit lag es nahe, zu einem Kreditinstitut oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu gehen und in Frankfurt zu arbeiten. PwC hat auf mich sehr authentisch gewirkt, sodass ich entschieden habe, mich zu dort bewerben.

Iurratio: Wie sind Sie zu Ihrem Arbeitgeber gekommen?

Astrid Bauer: Ich bin durch eine Initiativbewerbung zu PwC gekommen.

Iurratio: Welche Stationen haben Sie durchlaufen, um Partner/Counsel zu werden?

Astrid Bauer: Ich habe sämtliche Grades bei PwC durchlaufen und mehrfach intern die Abteilung gewechselt. Dadurch habe ich einen umfassenden Überblick über die diversen Themen und Bereiche bei PwC erlangt. Meine Stationen waren neben der nationalen wie internationalen Rechtsabteilung auch der Bereich Risk & Quality bei Tax & Legal. Internationale Erfahrung sammelte ich im Rahmen meines Secondments im Team Global Compliance and Operations bei PwC USA.

Iurratio: Wie hat Ihr Arbeitgeber Sie auf diesem Weg unterstützt?

Astrid Bauer: Zur Zeit meiner Karriereentwicklung gab es noch keine Programme, die Mitarbeiter stringent auf ihrem Karriereweg gefördert haben. Der letzte für mich zuständige Partner hat sich jedoch persönlich für mich eingesetzt und mich sehr unterstützt. Dass es mittlerweile Förderungsprogramme auf dem Weg in die Partnerschaft gibt, empfinde ich als sehr positive Entwicklung.

Iurratio: Was für Fähigkeiten und Qualifikationen muss man mitbringen, um Partner/Counsel zu werden?

Astrid Bauer: Um Partner zu werden, sollte man vor allem Geduld, Nachhaltigkeit und Spontaneität mitbringen.

Iurratio: Was sind die Vor- und Nachteile an Ihrer Position? Wie wirkt sich Ihre Position auf Ihre Work-Life-Balance aus?

Astrid Bauer: Die Vor- und Nachteile einer Partnerposition sind zwei Seiten einer Medaille und hängen immer von der eigenen Perspektive ab. So bringt viel Verantwortung auch großen Zeitaufwand mit sich. Die Position setzt die Arbeit klar zeitlich in Vorrang vor anderen Aktivitäten. Man hat als Partner aber natürlich auch die Chance, das Unternehmen aktiv mitzugestalten und spannende Projekte voranzutreiben, was ich als großen Mehrwert empfinde.

Iurratio: Was können Sie angehenden Berufseinsteigern raten, die ebenfalls dieses Ziel anstreben?

Astrid Bauer: Es ändert sich sehr viel zwischen Berufseinstieg und einer eventuellen Partnerposition. Ich empfehle Berufseinsteigern, sich flexibel zu zeigen und das große Ziel der Partnerschaft in kleine Teilziele herunterzubrechen. Viele stolpern, weil sie das große Ziel im Blick haben, aber nicht wissen, wie sie die Ziele auf dem Weg dorthin erreichen sollen.

Weitere Interviews

Rechtsanwältin Dr. Nicole Elert über ihren Weg zur Partnerschaft bei PwC
Interview Dr. Nicole Elert

Rechtsanwältin Nina Drücks von PwC Legal über das Referendariat
Interview Nina Drücks

Rechtsanwältin Claire Cheung-ah-Seung teilt ihre Erfahrungen über ihren Weg zur Partnerschaft bei PwC

Interview Claire Cheung-ah-Seung

Aktuelle Jobangebote bei PwC Legal

Weitere Artikel