Das Referendariat - Ein Interview mit Rechtsanwältin Nina Drücks von PwC

Wertvolle Erfahrungen und Ratschläge über das Referendariat teilt Rechtsanwältin Nina Drücks im Rahmen unserer neuen Interviewreihe "Mentoren für Referendare".

Bleibt offen und probiert alles aus, worauf ihr Lust habt.

Rechtsanwältin Nina Drücks

PwC Legal

Iurratio: An welchem Gericht haben Sie Ihr Referendariat absolviert? Was war für Ihre Wahl entscheidend?

Nina Drücks: Mein Referendariat habe ich am Landgericht Essen absolviert. Entscheidend für meine Wahl war die kurze Wartezeit.

Iurratio: Bei welchen Arbeitgebern haben Sie Ihre Stationen absolviert?

Nina Drücks: Meine Stationen sahen wie folgt aus: Rechtsamt Hattingen, Holthoff-Pförtner Rechtsanwälte in Essen und zuletzt PwC Legal im Bereich Corporate M&A in Düsseldorf.

Iurratio: Nach welchen Kriterien haben Sie die Ausbildungsstätten ausgewählt?

Nina Drücks: Ich habe mich an positiven Berichten von anderen Referendaren orientiert. Außerdem waren mir natürlich gute Ausbildungsmöglichkeiten und nette Teams sehr wichtig.

Iurratio: Wie war die Begleitung durch die Ausbilder?

Nina Drücks: Die Begleitung durch die Ausbilder habe ich sehr unterschiedlich erlebt. Teils war sie gut, teils auch gar nicht vorhanden. Meistens waren aber neben den Ausbildern noch andere Anwälte in den Teams, die mich im Referendariat mit tollem Feedback und hilfreichen Ratschlägen begleitet und unterstützt haben.

Iurratio: Haben Sie eine stationsbegleitende Nebentätigkeit ausgeübt?

Nina Drücks: Ja, aber nicht im juristischen Bereich.

Iurratio: Wie waren Ihre Erfahrungen mit den stationsbegleitenden AGs?

Nina Drücks: Fast ausnahmslos haben sich die AG-Leiter sehr viel Mühe gegeben, uns eine Struktur und das notwendige Wissen für das Examen mitzugeben. Die Erfahrungen waren alle sehr positiv. Aus meiner Sicht machen die AGs auch durchaus Sinn, da man so im Gegensatz zum 1. Staatsexamen gezwungen ist, Fälle zu lösen und einige Klausuren zu schreiben.

Iurratio: Wie haben Sie sich die Zeit zum Arbeiten und Lernen eingeteilt?

Nina Drücks: Ich habe überwiegend in der Bibliothek gelernt. Manchmal auch nach der AG oder nach der Arbeit in der jeweiligen Station. An den „freien“ Tagen habe ich jedenfalls viel Zeit in das Lernen investiert. Aus meiner Sicht lernt man ohnehin erst richtig ab der F-AG.

Iurratio: Wie haben Sie sich auf das 2. Examen vorbereitet? Welche Materialien haben Sie zur Vorbereitung auf das 2. Examen genutzt?

Nina Drücks: Ich war begleitend zur AG im Repetitorium bei Alpmann Schmidt. Das hat mir geholfen, kontinuierlich Themenfelder aufzubereiten und auf Karteikarten zusammenzufassen. Hier habe ich die Skripte von Alpmann Schmidt sowie Kaiser benutzt. Allerdings habe ich keine Seminare von Kaiser besucht.

Iurratio: Welche Tipps würden Sie angehenden Referendaren zur Vorbereitung auf das Referendariat mitgeben?

Nina Drücks: Bleibt offen und probiert alles aus, worauf ihr Lust habt. Ich denke das Referendariat dient auch als Orientierungsmöglichkeit und als Chance, in Berufe reinzuschnuppern, die man sich vorstellen könnte. Es sollte nicht nur die Stringenz des Lebenslaufs im Vordergrund stehen. Wenn man bereits einen bestimmten Beruf vor Augen hat, sollte man sich an dieser Stelle auch bewerben, um bereits Kontakte für den späteren Berufseinstieg zu knüpfen. Wir bei PwC Legal übernehmen sehr gerne Referendare, da wir mit ihnen schon zusammengearbeitet haben und genau wissen, dass derjenige in unser Team passt. Menschliche Aspekte und Teamgeist sind uns genauso wichtig wie fachliche Expertise.

Iurratio: Warum haben Sie sich letztendlich für Ihren jetzigen Arbeitgeber entschieden?

Nina Drücks: Ich habe mich für PwC Legal entschieden, weil ich die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen anderer Unternehmensbereiche liebe. Der Teamspirit, das fortschrittliche und flexible Arbeiten – all das macht den Arbeitsalltag für mich so spannend. Es herrscht eine sehr lockere, freundschaftliche Atmosphäre. Alles ist sehr auf die Zukunft und neue Ideen fokussiert. Und man bekommt schon früh die Gelegenheit, sich selbst einzubringen und ein Teil des Unternehmens zu werden. Diese offene Kultur gefällt mir.

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